Weißwein von Vega Sicilia: Deiva 2024, Albariño aus Galicien
Der erste spanische Weiße der Gruppe stammt von 24 Hektar in den Rías Baixas und aus einer neuen Kellerei mit 600.000 Litern in Crecente; rund 33.000 Flaschen kommen 2027.

Tempos Vega Sicilia hat Deiva 2024 vorgestellt, den ersten in Spanien erzeugten Weißwein von Vega Sicilia: einen reinsortigen Albariño aus den Rías Baixas, präsentiert in der neuen Kellerei der Gruppe in Crecente in der Provinz Pontevedra. Das galicische Projekt hat nach Angaben von La Región und Atlántico insgesamt 20 Millionen Euro gekostet.
Auf den Markt kommt der Wein allerdings erst im Jahr 2027. La Región beziffert die erste Auflage auf rund 33.000 Flaschen und den Preis auf etwa 40 Euro; die von Tapas Magazine veröffentlichten technischen Daten nennen genau 32.877 Flaschen, mit 13,5 Prozent Alkohol und einem Lagerpotenzial von mehr als 15 Jahren.
Von den 20 Millionen Euro flossen rund 15 Millionen in die Kellerei und 5 Millionen in den Kauf von Rebflächen. Das Gebäude steht in O Perdigón in der Pfarrei Albeos und nimmt 2027 die Produktion auf, mit einer Kapazität von 600.000 Litern, verteilt auf etwa 40 Tanks. Bis 2035 sollen jährlich 300.000 Liter entstehen.
Ein Albariño für 40 Euro vom bekanntesten Namen der Ribera del Duero zielt auf die Spitze des Marktes.
Wo der Weißwein von Vega Sicilia wächst
Die Gruppe besitzt 24 Hektar auf fünf Lagen in zwei Unterzonen. Im Condado do Tea bewirtschaftet sie Palancas (8,5 Hektar) und Framilo (6,5 Hektar) in Vilar, Gemeinde Crecente, dazu eine Parzelle in Valeixe, A Cañiza; im Val do Salnés gehören ihr die Lagen Caxín und Sisán. Erklärtes Ziel sind 50 Hektar, als mögliches nächstes Gebiet wird der Baixo Miño genannt.
Die Trauben des Jahrgangs 2024 wurden zwischen dem 8. und dem 20. September von Hand in Kisten zu je 12 Kilo gelesen. Weil die Kellerei in Crecente noch im Bau war, entstand der erste Jahrgang in einer provisorischen Halle in Nantes, Gemeinde Sanxenxo. Der Wein lag anschließend 18 Monate auf der Feinhefe, zu 60 Prozent in Edelstahl und zu 40 Prozent in Beton, Granit und großen Holzfässern. Önologe Guillermo Alvarado und Weinbauleiterin Mónica Chaves führen das galicische Team; der Name geht auf den Deva zurück, einen Fluss, der durch den Condado do Tea fließt.
„Dieser erste Jahrgang ist erst der Anfang“, sagte Vorstandschef Pablo Álvarez laut Atlántico. Für ihn sei Albariño der beste Weißwein Spaniens, fügte er hinzu. Auf Deiva soll ein zweiter Albariño mit dem Namen Arnela folgen.
Eine sechste Kellerei für die Familie Álvarez
Die ersten galicischen Weinberge kaufte die Gruppe im Jahr 2018. Crecente wird damit die sechste Kellerei einer Gruppe, die seit 1982 von der Familie Álvarez kontrolliert wird – nach Vega Sicilia, Alión, Pintia, Macán und Oremus im ungarischen Tokaj. Bisher stammte der einzige Weißwein von Vega Sicilia von diesem ungarischen Gut, wo das Haus Tokaji erzeugt.
Deiva kommt zu einem Zeitpunkt, an dem spanische Erzeuger im Ausland weniger verkaufen: Die spanischen Weinexporte sanken in der Kampagne 2025-2026 wertmäßig um 7,2 Prozent. Ein Albariño für 40 Euro vom bekanntesten Namen der Ribera del Duero ist eine Wette auf das obere Marktsegment, nicht auf Menge. Das Urteil fällt 2027, wenn die ersten Flaschen Crecente verlassen.
Quellen
- La Región ·
- Atlántico ·
- Tapas Magazine ·


