Kaffeebörse Nairobi steigert Umsatz um 27 Prozent
Kenias Kaffeeauktion setzte in einer einzigen Woche ein Viertel mehr Volumen um als zuvor – nach Monaten fallender Preise an der Börse in Nairobi.

Die Kaffeebörse Nairobi handelte am 15. September 16.994 Säcke Kaffee für 860,3 Millionen kenianische Schilling (6,6 Millionen Dollar) – ein deutliches Plus von 27 Prozent gegenüber der Vorwoche.
Erzeuger und Handelsagenten brachten insgesamt 1.048.871 Kilogramm Rohkaffee auf den Markt, gegenüber 835.633 Kilogramm eine Woche zuvor. Der Durchschnittspreis blieb bei 316,64 Dollar je 50-Kilo-Sack, nur knapp über den 312,10 Dollar der vorherigen Auktion.
Kaffeebörse Nairobi steigert das Volumen
Nairobi hatte seine beste Auktionswoche seit Monaten – eine Erklärung dafür gibt bislang niemand.
Auktion 39 am 8. September hatte 13.484 Säcke für 675,2 Millionen Schilling bewegt. Auktion 40 trieb beide Werte binnen sieben Tagen um rund ein Viertel nach oben, wie aus von Sacco Review zusammengestellten Börsendaten hervorgeht.
Lose der Güteklasse AA erzielten die besten Preise, im Schnitt 358,52 Dollar bei 2.212 Säcken. Klasse AB stellte mit 7.027 Säcken das größte Volumen, zu durchschnittlich 350,63 Dollar. Die Preise reichten von 52 bis 408 Dollar je Sack – eine Spanne, die dieselben Spitzenqualitäten belohnt, die diesen Monat eine Rekordauktion in London für kongolesischen Kaffee antrieben.
New Kenya Planters Co-operative Union handelte den größten Anteil: 5.804 Säcke im Wert von 2,3 Millionen Dollar. Ibero Kenya Ltd war größter Käufer mit 3.859 Säcken.
Der Anstieg folgt auf eine schwache Phase der Kaffeebörse Nairobi. Die Preise waren im April auf 268,77 Dollar je Sack gefallen, 28,4 Prozent unter dem Niveau von Oktober 2025, wie das US-Landwirtschaftsministerium in seinem Bericht zur kenianischen Ernte festhält.
Kenia ordnet den Kaffeesektor neu
Das im März verabschiedete kenianische Coffee Act verlagerte die Aufsicht auf ein wiedereingerichtetes Coffee Board of Kenya und schuf ein eigenständiges Forschungsinstitut für Kaffee. Die Produktion der Saison 2026/27 soll um fast 12 Prozent auf 950.000 Säcke steigen.
Die Exporte sollen im selben Zeitraum von 840.000 auf 940.000 Säcke klettern, mit den USA, Belgien und Deutschland als größten Abnehmern. Die Kaffeebörse Nairobi hält ihre nächste Auktion, Nummer 41, am 23. September ab.
Ein derart starker Wochenausschlag sagt mehr über die zuvor dünne Handelslage aus als über eine dauerhafte Erholung des Marktes. Auktion 41 wird zeigen, ob die Erzeuger dieses Tempo halten können.
Quellen
- Sacco Review · 2026-09-16
- Sacco Review · 2026-09-10
- Daily Coffee News · 2026-05-27


