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Brasiliens Kaffee-Exporte steigen um 43 Prozent

Die Ausfuhren im August erreichten 3,8 Millionen Sack und 1,2 Milliarden Dollar, während der Jahresverlauf noch hinter 2025 zurückbleibt.

Blühende Kaffeesträucher in Reihen an einem Plantagenhang
Foto · Photo: Projeto Café Gato-Mourisco · Unsplash · Unsplash License

Brasiliens Kaffee-Exporte stiegen im August 2026 gegenüber dem Vorjahr um 43,2 Prozent auf 3,8 Millionen Sack zu je 60 Kilogramm, während der Arabica-Preis wegen knapper globaler Vorräte kletterte.

Die Ausfuhren brachten 1,2 Milliarden Dollar ein, 22,7 Prozent mehr als vor einem Jahr und 27,2 Prozent mehr als im Juli, wie Handelsdaten zeigen. Arabica lag an der New Yorker Börse im August im Schnitt bei 344,56 US-Cent je Pfund, 4,4 Prozent mehr als im Vormonat und nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Robusta entwickelte sich gegenläufig, mit einem Durchschnitt von 3.701 Dollar je Tonne, 5 Prozent weniger als im Vormonat und 11,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Ein Rekordmonat, ein schwächeres Jahr

Eine kleinere, langsamere Ernte, verkauft zu höheren Preisen.

Der August-Sprung gleicht ein insgesamt schwächeres Jahr 2026 nicht aus. Brasiliens kumulierte Exporte von Januar bis August summierten sich auf 24,6 Millionen Sack, weiterhin 6,6 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, bei Erlösen von 8,7 Milliarden Dollar, ein Rückgang von 12,5 Prozent. Die Ernte 2026/27 war in Brasilien zum 1. Juli erst zu 52 Prozent abgeschlossen, gegenüber 60 Prozent zum gleichen Zeitpunkt 2025 — ein Rückstand, der die exportfähigen Mengen knapp gehalten hat, obwohl Bauern zu hohen Preisen verkaufen.

Brasilien bleibt der weltweit größte Kaffeeproduzent und -exporteur, weshalb sich Schwankungen im Erntetempo schnell auf die globalen Preise auswirken — von den Verträgen der Röstereien bis zum Preis eines Cappuccinos.

Vietnams Robusta-Ernte könnte den Druck lindern

Das US-Landwirtschaftsministerium erwartet, dass Vietnams Robusta-Ernte in der Saison 2026/27 einen Rekord erreicht, mit einer Erntezeit von Oktober bis Februar. Diese Menge dürfte, sobald sie den Markt erreicht, einen Teil des Angebotsdrucks lindern, der den Robusta-Preis dieses Jahr volatil gehalten hat, während Arabica wegen der knapperen brasilianischen Bestände fester blieb.

Brasiliens eigene Kaffeevorräte lagen bereits auf einem 27-Jahres-Tief trotz der Rekordernte im Vorjahr, ein Engpass, der den Markt laut Händlern anfällig für jede Verzögerung bei der diesjährigen Ernte hält. Vorerst zahlen Röstereien deutlich mehr, und brasilianische Anbauer werden für eine kleinere, langsamere Ernte in dieser Saison belohnt.

Quellen

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