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SaisonKalifornien

Kaliforniens Feigensaison hält Vorjahresniveau

Die Sorte Emerald sorgt für Aufsehen, doch Erzeuger sagen, Arbeit, Wasser und Verpackung seien seit letztem Jahr deutlich teurer geworden.

Korb voller frischer Feigen an einem Marktstand
Foto · Photo: Tahir Xəlfəquliyev · Pexels · Pexels License

Kaliforniens Feigensaison hält sich das zweite Jahr in Folge bei rund 10 Millionen Pfund, doch Erzeuger sagen, die Frucht koste mehr in Ernte und Versand als 2025.

Die California Fresh Fig Growers Association (CFFGA) erklärt, die Haupternte 2026, die von Juli bis November läuft und auf die kleinere Breva-Ernte im Mai und Juni folgt, erreiche das Vorjahresvolumen bei nach eigenen Angaben herausragender Qualität. „Kaliforniens Erzeuger liefern auch dieses Jahr wieder wunderschöne, aromatische Früchte", sagte CFFGA-Geschäftsführerin Karla Stockli. Vorstandsvorsitzender Kevin Herman ergänzte, die Qualität sei „bei allen Sorten hervorragend, und die Emerald beeindruckt weiterhin".

Eine Ernte wie im Vorjahr, zu höheren Kosten

Eine Ernte so groß wie im Vorjahr, verpackt in eine kleinere Marge für die Erzeuger.

Die FOB-Preise haben sich gegenüber 2025 verbessert, als ein verspäteter Start die Erzeuger belastete, doch die Erleichterung wird von steigenden Kosten teilweise aufgezehrt. „Arbeit, Wasser, Gas, Verpackungsmaterial – so gut wie jeder Kostenposten ist seit letztem Jahr gestiegen", sagte Erik Herman von der Specialty Crop Company. Feigen sind dieser Rechnung besonders ausgesetzt: Die Frucht reift nach der Ernte nicht nach, hat eine dünne, leicht quetschbare Schale und muss von Hand statt maschinell verarbeitet werden, sodass jede zusätzliche Arbeitskost direkt auf der Ernte lastet.

Das Emerald-Problem: zu beliebt zum Verschicken

Die Sorte, die dieses Jahr das meiste Interesse weckt, ist die Emerald – erst in ihrer zweiten kommerziellen Saison und noch nicht auf voller Produktionskapazität. Händler bewerben sie kräftig als grüne Feige mit einem laut Erzeugern crème-brûlée-artigen Geschmack, doch ihre kurze Haltbarkeit sorgt dafür, dass die Nachfrage größer ist, als Packer ohne Druckstellen bewältigen können. Manche Versender testen neue Clamshell- und Kistendesigns für bessere Luftzirkulation rund um die Frucht – ein kleiner Ausweg für eine Kultur, die Kalifornien in fünf Hauptsorten auf einer sich selbst bestäubenden Pflanze anbaut, ganz ohne Wespen oder einen Partnerbaum, so das California Fig Advisory Board.

Die kalifornische Saison überschneidet sich nun mit anderen Erzeugnissen der Region, darunter dem sich verknappenden kalifornischen Mandelmarkt, einer weiteren Kultur, bei der Arbeitskosten bestimmen, was Erzeuger im kommenden Jahr anbauen und verschicken. Für Feigenerzeuger liegt die Lösung nicht in einer größeren Ernte, sondern in einer stabileren Kiste.

Quellen

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