Übernahmeangebot Wendy's: Peltz und Flynn bieten 7,35 Dollar
Nelson Peltz und Franchisenehmer Greg Flynn bieten 1,4 Milliarden Dollar für die Burgerkette, die seit sechs Quartalen in Folge weniger Umsatz macht.

Nelson Peltz und Greg Flynn bieten 1,4 Milliarden Dollar, um Wendy's von der Börse zu nehmen – mit einem Gebot von 7,35 Dollar je Aktie für die Burgerkette, die Peltz 17 Jahre lang als Chairman führte.
Der Vorschlag, der am Mittwoch bei der US-Börsenaufsicht eingereicht wurde, bringt Peltz' Investmentfirma Trian mit Flynn Group zusammen, einem der größten Franchisenehmer von Wendy's, unterstützt von BlueFive Capital und Sixth Street Partners. Die Gruppe will jede Aktie kaufen, die sie noch nicht kontrolliert, und das Unternehmen von der Börse nehmen. Der Preis von 7,35 Dollar entspricht einem Aufschlag von 20% auf den Schlusskurs vom Dienstag, liegt aber weiterhin rund 10% unter dem Kurs, zu dem Wendy's-Aktien zu Jahresbeginn gehandelt wurden.
Die Wendy's-Aktie stieg nach der Nachricht im vorbörslichen Handel um mehr als 15%. Trian und seine Verbündeten halten bereits mehr als 16% des Unternehmens – ein Anteil, den Peltz über Jahre aufgebaut hat, während er auf Veränderungen bei der Kette drängte.
Sechs Quartale mit sinkendem Umsatz machten Wendy's günstig genug für eine Übernahme von der Börse.
Das steckt im Übernahmeangebot Wendy's
Der von Peltz und Flynn unterzeichnete Brief bezeichnet sich selbst als „lediglich eine Interessensbekundung" und behält sich das Recht vor, die Bedingungen jederzeit zu ändern oder zurückzuziehen. Vorgeschlagen wird eine Fusion nach Delaware-Recht, die der Zustimmung der Mehrheit der ausstehenden Aktien bedarf, wobei Trian seinen eigenen Anteil einbringt und dafür stimmt. J.P. Morgan und BofA Securities beraten bei der Finanzierung, Debevoise & Plimpton in rechtlichen Fragen. Der Sonderausschuss unabhängiger Direktoren von Wendy's soll den Vorschlag prüfen; das Unternehmen reagierte am Mittwoch nicht auf eine Anfrage um Stellungnahme.
Peltz hatte bereits 2022 eine vollständige Übernahme von Wendy's geprüft. 2024 trat er als Chairman zurück und blieb seitdem Chairman emeritus, während Trian in den Jahren dazwischen auf Aufsichtsratssitze und Strategiewechsel drängte. Flynn, der Flynn Group zu einem der größten Restaurant-Franchisenehmer der USA ausbaute, betreibt Hunderte Wendy's-Filialen neben Standorten von Applebee's, Taco Bell und Panera.
Sechs Quartale mit sinkendem Umsatz
Das Gebot kommt, während die vergleichbaren Umsätze von Wendy's seit sechs Quartalen in Folge sinken, mit einem Rückgang von 7,9% im zweiten Quartal 2026, als die Kundenfrequenz um 12,5% einbrach. Auch an der Spitze herrschte Unruhe: Todd Penegor wurde Anfang 2024 als CEO abgelöst, sein Nachfolger Kirk Tanner verließ das Unternehmen nach rund 18 Monaten zu Hershey's, und Wendy's war etwa neun Monate ohne festen CEO, bevor Bob Wright eingestellt wurde.
Wendy's größter Franchisenehmer, Meritage Hospitality, hat dieses Jahr bereits 33 Filialen geschlossen, 60 weitere gelten als gefährdet – ein Zeichen dafür, wie tief die Probleme der Kette über die Wall Street hinausreichen. Ob Peltz und Flynn sich mit dem restlichen Vorstand auf einen Preis einigen, ist die nächste Frage: Der Brief vom Mittwoch verpflichtet keine der Seiten zu einem Abschluss.


