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Spirituosen

Importverbot für kanadischen Alkohol gilt ab Dienstag

Ab 0.01 Uhr am 29. September dürfen abgefülltes kanadisches Bier, Wein und Spirituosen nicht mehr in die USA. Whisky in Großgebinden zur Abfüllung in den USA schon, und Crown Royal nutzt das bereits.

Sieben Flaschen kanadischer Whisky, darunter Crown Royal, aufgereiht auf einem Glastisch
Foto · Photo: Hammersbach · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Das Importverbot für kanadischen Alkohol, das Donald Trump unterzeichnet hat, tritt am Dienstag, dem 29. September, um 0.01 Uhr Ostküstenzeit in Kraft und schließt den US-Markt für abgefülltes kanadisches Bier, Wein und Spirituosen.

Die Liste umfasst Bier sowie verschiedene Sorten Wein, Whisky, Bourbon, Rum, Wodka, Wermut, Tequila, Mezcal und Brandy, berichtete CBC News am 27. September. Spirituosen machen den größten Teil dessen aus, was Kanada in den Süden liefert: Etwa die Hälfte der Spirituosen im Wert von 2 Milliarden Dollar, die das Land jedes Jahr herstellt, wird in den USA verkauft, sagt Cal Bricker, Geschäftsführer von Spirits Canada. Unser früherer Bericht über die Proklamation erläuterte die Rechtsgrundlage und den Zoll von 50 %, der seit dem 22. August gilt.

Was das Importverbot für kanadischen Alkohol ab Dienstag stoppt

Über einen Zoll lässt sich verhandeln. Ein Verbot bleibt meist, und das Großgebinde ist die letzte offene Tür.

Das Verbot richtet sich danach, wo ein Getränk hergestellt wird, nicht danach, wem die Marke gehört, schrieb die Brewers Association am 23. September an ihre Mitglieder. Flaschen, Dosen und Fässer fallen alle darunter; Fässer gelten nicht als Großgebinde. Bier, das in großen Mengen zur Abfüllung in die USA geliefert wird, scheint vom Verbot ausgenommen, zahlt aber weiterhin 50 % Zoll. Alkoholfreies Bier ist ausgenommen, und Bestellungen, die vor der Frist aufgegeben wurden, können trotzdem zurückgewiesen werden, wenn sie erst danach verzollt werden.

Whisky in Großgebinden ist die größte Lücke. Behälter mit mehr als vier Litern dürfen weiter über die Grenze, und Crown Royal, eine Marke von Diageo, hat seine Abfüllung für den US-Markt von Ontario nach Alabama verlegt, berichtete CBS News. Die Lücke ist allerdings kleiner, als sie klingt: 2025 importierten die USA kanadischen Whisky im Wert von 168 Millionen US-Dollar in Behältern bis vier Liter und für 43 Millionen US-Dollar in größeren Gebinden, berichtete The Globe and Mail.

Für kleine Hersteller bestätigt das Verbot vor allem, was der Zoll schon bewirkt hatte. „Wenn man 50 Prozent Zoll dazurechnet, wird es extrem schwierig, auf diesem Markt noch etwas zu verkaufen“, sagte Matt Johnston von Collective Arts, einer Craft-Brauerei in Hamilton in der Provinz Ontario, zu CBC.

Warum ein Verbot länger halten kann als die Zölle

„Einen Zoll kann man herunterverhandeln, das ist eine Zahl, aber ein Verbot bleibt in der Regel bestehen“, sagte Barry Appleton, Kodirektor des Centre for International Law an der New York Law School, zu CBC. Derek Holt von der Scotiabank nannte die Verbote in einer Notiz vom 9. September eine Maßnahme, um „das Gesicht zu wahren“, und „nicht substanziell“; CBC beziffert die kanadischen Alkoholexporte in die USA im vergangenen Jahr auf rund 1,2 Milliarden Dollar.

Der Druck wirkt längst in beide Richtungen. Die US-Alkoholexporte nach Kanada sind um 81 % gefallen, von 718 auf 137 Millionen Dollar, die Bierexporte seit 2025 um 85 %, wie Zahlen des US Census Bureau zeigen, die die Brewers Association zitiert. Für Diageo, das heute den Abbau von fast 2.000 Stellen angekündigt hat, ist die Abfülllinie in Alabama damit mehr als eine Sparmaßnahme: Sie hält Crown Royal in den amerikanischen Regalen.

Quellen

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