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WeinChambolle-Musigny

Die teuersten Weine der Welt: Leroy Musigny führt mit 61.596 $

Die jährliche Top 10 von Wine-Searcher ist neunmal Burgund. Der Musigny von Leroy stieg binnen eines Jahres um 31,1 Prozent, eine Flasche jedes Weins kostet zusammen 228.588 Dollar.

Weinberge unterhalb des Dorfes Chambolle-Musigny mit Kirchturm und bewaldetem Hang
Foto · Photo: Jean de l'Auxois · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Die teuersten Weine der Welt kommen auch 2026 fast alle aus dem Burgund: Der Leroy Musigny Grand Cru führt die jährliche Rangliste von Wine-Searcher mit einem weltweiten durchschnittlichen Handelspreis von 61.596 Dollar pro Flasche an, das sind 31,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Wine-Searcher hat die Liste am 29. September veröffentlicht. Neun der zehn Plätze gehen an das Burgund; der einzige Außenseiter ist die Scharzhofberger Riesling Trockenbeerenauslese von Egon Müller von der Mosel, die mit 13.472 Dollar auf Platz neun steht. Die Rebsorten sind so wenige wie die Regionen: sechs Pinot Noirs, drei Chardonnays und ein edelsüßer Riesling.

Der Musigny ist eine Grand-Cru-Lage von rund 10 Hektar in der Gemeinde Chambolle-Musigny an der Côte de Nuits. Der Wein von Leroy kostete vor einem Jahr im Schnitt 46.991 Dollar und vor fünf Jahren 28.071 Dollar, ein Anstieg um 119,4 Prozent in diesem Zeitraum. Im April 2019 überholte er den Romanée-Conti der Domaine de la Romanée-Conti, wie Daten von Wine-Searcher zeigen, über die Vinetur 2025 berichtete, und liegt seitdem vorn.

Die zehnte Flasche der Liste kostet heute fast das Dreifache dessen, was der Spitzenreiter vor zehn Jahren kostete.

Die zehn teuersten Weine der Welt und ihre Preise

Hinter Leroy folgen der Chevalier-Montrachet Grand Cru der Domaine d'Auvenay mit 24.952 Dollar, der Bâtard-Montrachet von d'Auvenay mit 24.048 Dollar und der Romanée-Conti mit 24.005 Dollar, der mit einem Plus von 0,9 Prozent fast auf der Stelle tritt. Danach kommen der Montrachet der Domaine Leflaive mit 19.691 Dollar, der Musigny von Roumier mit 17.100 Dollar, der Chambertin von Leroy mit 16.078 Dollar, der Romanée-Saint-Vivant von Olivier Bernstein mit 14.537 Dollar, der Egon Müller und auf Platz zehn der Mazis-Chambertin von d'Auvenay mit 13.109 Dollar.

Am stärksten bewegt hat sich Bernstein, der seinen ersten Jahrgang 2007 herausbrachte: Sein Romanée-Saint-Vivant hat sich von 7.125 Dollar mehr als verdoppelt, obwohl mit dem Jahrgang 2017 bisher nur ein einziger Jahrgang auf dem Markt ist. Sechs der zehn Weine sind binnen eines Jahres gestiegen und vier gefallen, darunter der Musigny von Roumier um 5,6 Prozent und der Bâtard-Montrachet um 4 Prozent. Über fünf Jahre haben nur zwei an Wert verloren: der Chevalier-Montrachet von d'Auvenay und der Egon Müller.

Wie Wine-Searcher die teuersten Weine der Welt berechnet

Die Zahl ist ein weltweiter durchschnittlicher Handelspreis: der Mittelwert der Preise, die Händler auf Wine-Searcher angeben, gebildet über alle angebotenen Jahrgänge eines Weins, und eben kein Rekord einer einzelnen Flasche. Weine, die nicht mehr erzeugt werden, bleiben außen vor. Der Richebourg Grand Cru und der Cros Parantoux von Henri Jayer hätten es auf die Liste geschafft, doch Jayer ist 2006 gestorben; dasselbe gilt für den Montrachet L'Exceptionnelle Vendange des Sept Domaines von 2016, 600 Flaschen, die sieben Domaines nach einem Frühjahrsfrost gemeinsam gekeltert haben.

Eine Flasche von jedem der zehn Weine kostet zusammen 228.588 Dollar, nach 204.116 Dollar vor einem Jahr, also 12 Prozent mehr. Das Geld folgt der Knappheit in einer Region, die gerade die früheste Weinlese im Burgund seit fast 500 Jahren erlebt hat, und es bewegt sich in denselben Kreisen wie die Versteigerung eines Macallan 1926 durch Sotheby's in der Destillerie.

Eine Zahl rückt die Liste zurecht. Vor zehn Jahren kostete der Leroy Musigny im Schnitt 4.664 Dollar, wie die Daten von Wine-Searcher 2025 zeigten. Heute kostet der günstigste unter den teuersten Weinen der Welt, auf Platz zehn, fast das Dreifache davon.

Quellen

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