Quote für Pazifischen Blauflossenthun steigt erneut
Mexikos Fanggrenze steigt um 4,6%, die der USA um 6,8%, während die IATTC eine zehnjährige Erholung der Bestände im Pazifik fortsetzt.

Die Quote für Pazifischen Blauflossenthun steigt für 2027-28 erneut: Mexikos kommerzieller Anteil wächst um 4,6% auf 11.256 Tonnen, der US-Anteil um 6,8% auf 1.945 Tonnen, laut einer Anfang September von der Inter-American Tropical Tuna Commission beschlossenen Vereinbarung.
Die Erhöhung folgt auf eine gemeinsame Arbeitsgruppe von IATTC und der Western and Central Pacific Fisheries Commission, die einen neuen Managementrahmen vereinbarte, der genau festlegt, wie Fangbegrenzungen zwischen östlichem und westlichem Pazifik aufgeteilt werden. Die Verhandlungen waren im Juli ins Stocken geraten, bevor sich beide Gremien Anfang September einigten und damit Fangflotten auf beiden Seiten des Pazifiks Klarheit über die Grenzen des kommenden Jahres verschafften.
Die Fangquote für den östlichen Pazifik, der die Gewässer vor Mexiko umfasst, steigt im selben Paket von 7.581 auf 7.740 Tonnen, ein kleinerer Sprung, der für die dort ganzjährig fischende Flotte dennoch zählt.
Ein seltener Erfolg für die Fischerei, keine routinemäßige Quotenanpassung.
Ein wiederaufgebauter Bestand, keine Wiedereröffnung
Die Bestände des Pazifischen Blauflossenthuns brachen zwischen 2009 und 2012 nach jahrzehntelanger Überfischung auf historische Tiefstände ein und erholten sich anschließend rund ein Jahrzehnt früher als geplant, nachdem die USA, Mexiko, Japan und andere pazifische Fischereinationen strenge Fanggrenzen einführten. Eine frühere Erhöhungsrunde 2024 hob die zweijährige US-Grenze um fast 80% an, von 1.017 auf 1.822 Tonnen; dieser jüngste Anstieg setzt diese Entwicklung fort, statt eine neue Wiedereröffnung zu markieren.
Die NOAA schreibt die Erholung dem strengen Management auf beiden Seiten des Pazifiks zu und bezeichnet sie als seltenen Erfolg für die Fischerei statt als routinemäßige Quotenanpassung, aufgebaut über ein Jahrzehnt Zurückhaltung statt eine einzelne gute Saison.
Was höhere Quoten am Tisch bedeuten
Mehr Pazifischer Blauflossenthun, der künftig durch mexikanische und US-amerikanische Häfen fließt, dürfte das Angebot für einen Markt spürbar entspannen, dessen Handelsvolumen das ganze Jahr über genau beobachtet wurde, neben der Volatilität, die den Arabica-Kaffeepreis durchzieht. Ob sich die zusätzliche Tonnage am Ende in niedrigeren Preisen an der Sushi-Theke niederschlägt oder einfach in dickeren Margen für Händler, ist etwas, das die reinen Quotenzahlen für sich genommen nicht beantworten können.
Quellen
- Undercurrent News · 2026-09-07
- Mongabay · 2026-09-08
- The Japan Times · 2026-08-19


