Starbucks: US-Umsatz steigt 7,9%, Gewinn sinkt nach China-Ausstieg
Die vergleichbaren Umsätze stiegen im Quartal bis 27. September weltweit um 7,2% und in Nordamerika um 7,9%, doch der Umsatz fiel nach dem Verkauf des China-Einzelhandelsgeschäfts um 4%.

Starbucks steigerte die vergleichbaren Umsätze im Quartal bis 27. September weltweit um 7,2%, den stärksten Anstieg seit zwei Jahren, doch der Konzerngewinn sank nach dem Verkauf des China-Einzelhandelsgeschäfts.
Diese Starbucks Ergebnisse betreffen das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026, veröffentlicht am 29. Oktober. Nordamerika führte die Erholung an, mit vergleichbaren Umsätzen, die dank höherem Bon und mehr Transaktionen um 7,9% stiegen. International stiegen die vergleichbaren Umsätze nur um 0,9%, ein deutlich schwächeres Tempo als auf dem Heimatmarkt.
Der konsolidierte Nettoumsatz fiel um 4% auf 9,1 Milliarden Dollar. Starbucks führt den Rückgang auf die im Quartal abgeschlossene Veräußerung des China-Einzelhandelsgeschäfts zurück, die einen großen Block an konzerneigenem Umsatz aus der Konzernbilanz entfernte.
Nicht mehr Besuche, sondern ein höherer Bon trägt Starbucks' Erholung ins neue Geschäftsjahr.
Gewinn schrumpft durch höhere Kosten
Der GAAP-Gewinn je Aktie lag bei 0,59 Dollar, der Non-GAAP-Gewinn bei 0,80 Dollar. Die GAAP-Betriebsmarge betrug 10,8%, die Non-GAAP-Marge 14,0%. Der effektive GAAP-Steuersatz sprang auf 27,1%, von 18,8% im Vorjahr, eine weitere spürbare Belastung für das Ergebnis des Konzerns.
Die Kette eröffnete im Quartal netto 303 neue Filialen und kam damit auf 41.607 Standorte weltweit. Rund 32% werden vom Konzern selbst betrieben, 68% sind Lizenzbetriebe – ein Verhältnis, das sich seit einem Jahrzehnt stetig in Richtung Franchise verschiebt.
Das Management wertete die Erholung in Nordamerika als Beleg dafür, dass ein einfacheres Menü und schnellerer Service nach zwei schwachen Jahren beim US-Kundenverkehr wirken. Der China-Verkauf markiert die Gegenbewegung: einen Rückzug aus dem Direktbesitz im zweitgrößten Markt der Marke.
Weniger eigene Filialen, mehr Ausgabe pro Besuch
Starbucks gab außerdem einen Ausblick für das Geschäftsjahr 2027, ohne detaillierte Zahlen in der Mitteilung zu nennen. Das Unternehmen setzt darauf, dass höhere Ausgaben pro Besuch, nicht mehr Besuche insgesamt, das Wachstum ins neue Jahr tragen sollen.
Die Erholung der Kette fällt in eine Zeit steigender Bohnenkosten in der Lieferkette; Brasiliens Kaffeeexporte in die USA haben sich im September fast verdoppelt und einen Teil des Kostendrucks für Röster in diesem Jahr gemildert.
Ob der höhere Bon das US-Weihnachtsquartal, traditionell Starbucks' umsatzstärkste Zeit, übersteht, ist die nächste Bewährungsprobe für diese Starbucks Ergebnisse.


