Barista-Weltmeister kommt 2026 erstmals aus China
Pan Wei von Parking Coffee wird als erster Barista aus China Barista-Weltmeister und gewinnt den Titel 2026 in Panama-Stadt mit einer Routine aus Geisha-Kaffee aus Panama und Kolumbien.

Pan Wei wird als erster Barista-Weltmeister aus China ausgezeichnet und gewinnt den Titel 2026 am 25. Oktober in Panama-Stadt mit einer Routine aus Geisha-Kaffee aus Panama und Kolumbien.
Pan Wei, der neue Barista-Weltmeister, tritt für Parking Coffee an. Er setzte sich gegen fünf weitere Finalisten im Panama Convention Center durch, bei der World of Coffee Panamá 2026. Shing Win aus Malaysia wurde Zweiter, Frederick Ruben aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Dritter.
China holt seinen ersten Barista-Weltmeister
„China hat endlich eins gewonnen“ – der Satz, den die Fachpresse nach Jahren knapper Halbfinal-Ausscheiden benutzte.
Neunundvierzig nationale Meister traten in Panama-Stadt an, zum ersten Mal findet der Wettbewerb im Land statt. Jeder Finalist hatte 15 Minuten, um 12 Getränke zuzubereiten — vier Espressi, vier Milchgetränke und vier Signature-Kreationen —, bewertet nach Geschmack, Sauberkeit, Kreativität, Technik und Präsentation.
Der Sieg schließt eine Lücke, die vor zehn Jahren entstand. Jeremy Zhang war Anfang der 2010er-Jahre regelmäßig Finalist für China, zog sich danach aber vom Wettbewerb zurück. Kein chinesischer Barista erreichte bis 2025 wieder das Halbfinale, als Simon SunLei Zweiter wurde. Pan Wei ging weiter: 2024 landete er auf Platz 27 bei der Barista-Weltmeisterschaft, 2026 gewann er sie.
„China hat endlich eins gewonnen“ — mit diesem Satz kommentierte die Fachpresse das Ergebnis nach Jahren knapper Halbfinal-Ausscheiden.
Geisha-Kaffee von zwei Kontinenten
Im Espresso-Teil verwendete Pan Wei einen panamaischen Gesha von der Finca El Pergamino in Chiriquí, bezogen auf 20g Einwaage und 50g Auswaage, mit Noten von Orange, Pfirsich und Holunderblüte. Im Milchgetränk kombinierte er einen mit Most fermentierten kolumbianischen Gesha mit einer eigenen Mischung aus gefriergetrockneter Kuhmilch und Pistazienmilch.
Sein Signature-Getränk „The Family Link“ verband gekühlten panamaischen Gesha-Espresso mit einer Kaffeekirschen-Honig-Infusion, aufgestickstofft und mit Sprudelwasser aufgefüllt. Das Thema der Routine waren die Familien hinter jedem Los und der Klimadruck, dem sie bei der Qualitätssicherung standhalten müssen.
Die genaue Finca des kolumbianischen Loses wurde im offiziellen Ergebnis nicht genannt. Berichte verorten es in der Gesha-Produktion der Region Huila, die Organisatoren bestätigten den Erzeuger aber nicht.
World of Coffee Panamá 2026 richtete die Barista-Weltmeisterschaft neben weiteren Disziplinen der World Coffee Championships aus. Der Titel Barista-Weltmeister steht 2027 wieder zur Debatte; China verteidigt nun einen Titel, für den es ein Jahrzehnt gebraucht hat.
Quellen
- Sprudge ·
- La Prensa ·
- Agronegocios ·


