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Craft Guild kürt die Gewinner des Graduate Award 2026

Die Gewinner arbeiten beim Königshaus, der RAF, bei Harrods und im Unterhaus — bei einem Preis, der seit 2002 die Karrieren junger Köche begleitet.

Restaurant service counter with stacked crockery and pick-up signs
Archivbild · Photo: Team Picsfast / Pexels · Pexels License

Die Craft Guild of Chefs hat die acht Gewinner ihrer Graduate Awards 2026 bekanntgegeben, aus so unterschiedlichen Küchen wie dem britischen Königshaus, der Royal Air Force und dem Unterhaus.

Fünf Köche gewannen den Kitchen Graduate Award: Tommy Randle von Rogan & Co, Sergio Purves vom Unterhaus sowie Lauren Fitzsimmons und Evie Smithson, beide vom Königshaus. Joe Timmons, der für die Royal Air Force kocht, wurde als Bester der Kategorie ausgezeichnet.

Drei weitere gewannen den Pastry Graduate Award: Liam Jackson Jones von Harrods, Nataliia Pantykina von Sodexo bei Newcastle United, und Marli Carter vom 1 Hotel Mayfair, als Beste der Kategorie ausgezeichnet.

Drei der acht Preisträger kochen komplett außerhalb der Restaurantwelt: Parlament, Königshaus, Royal Air Force.

Bis zu einem Graduate Award vergehen Monate. Die Kandidaten legen zunächst eine Multiple-Choice-Prüfung ab, dann folgen praktische Küchen- und Patisserie-Aufgaben, die Technik, Kreativität und Beständigkeit unter Zeitdruck testen. Finalisten verbringen im Sommer zudem zwei Tage in Hampshire mit Mentoring-Sitzungen bei aktiven Köchen und Besuchen bei lokalen Lieferanten.

Ein Vierteljahrhundert auf der Suche nach jungem Talent

Die Graduate Awards gibt es seit 2002, und laut Guild haben mehr als 100 Köche das Programm durchlaufen. Steve Munkley MBE, Gründer und Vizepräsident des Guild, hob die Bandbreite der Arbeitsplätze in diesem Jahr hervor — "die Breite der vertretenen Branchen" unter den Preisträgern, vom Militär über die Gemeinschaftsverpflegung bis zu Hotels, Restaurants und dem Königshaus.

Sally Abé stand in diesem Jahr erstmals dem Kitchen Graduate Award vor. Zwei Mentoren, Brian Hennessy und Wallace Li vom 1 Hotel Mayfair, wurden gesondert für ihre Arbeit mit den Finalistinnen Elizabeth Williams und Marli Carter ausgezeichnet.

Küchen des öffentlichen Sektors auf dem Podium

Drei der acht Preisträger arbeiten komplett außerhalb der Restaurantwelt — in den Küchen des Parlaments, im Königshaus und in der Verpflegungstruppe der Royal Air Force — Bereiche, die in Kochpreisen rund um Degustationsmenüs selten auftauchen.

Diese Mischung spiegelt wider, wer sich bewirbt. Der Graduate Award steht jedem Koch unter einer bestimmten Altersgrenze offen, der in einer professionellen Küche arbeitet, ob Restaurant oder nicht — nach derselben Logik wie die deutschen CHEF:IN Awards: Anerkennung für Küchenarbeit, die selten eine Kritik bekommt.

Keiner der acht diesjährigen Preisträger hat bislang ein Restaurant unter eigenem Namen eröffnet. Der Preis ist für Köche in der Mitte ihrer Karriere gedacht, nicht für bekannte Gesichter — ihre Namen tauchen meist erst später auf, in Küchen, nach denen die meisten Gäste nie zu fragen denken.

Quellen

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