Wisconsins Käsehersteller küren ihre Preisträger 2026
Der Branchenverband des Bundesstaats zeichnet heute in Madison vier Unternehmen aus – für Mitarbeiterbindung, Klimaziele, Lobbyarbeit und Lebensmittelspenden, nicht für den Käse selbst.

Die Wisconsin Cheese Makers Association vergibt ihre Member Impact Awards 2026 am 23. September in Madison und zeichnet vier Unternehmen für Programme in den Bereichen Arbeitsplatz, Umwelt und Gemeinschaft aus, nicht für einen bestimmten Käse.
Das Sigma-Foods-Werk in Darlington gewinnt den Titel Employer of the Year, nachdem es die Mitarbeiterbindung im ersten Jahr von 59 auf 82 Prozent angehoben und bei Beschäftigten mit fünf oder mehr Jahren Betriebszugehörigkeit eine langfristige Bindungsquote von 94 Prozent erreicht hat. Das Werk führt den Wandel auf strukturierte Schulungen, ein Programm zur Führungskräfteentwicklung und zweisprachige Ressourcen zurück, in einer Branche, in der die Fluktuation an den Produktionslinien ein dauerhafter Kostenfaktor ist.
Nelson-Jameson gewinnt den Sustainable Stewardship Award für die Verpflichtung zur Klimaneutralität in Scope 1 und 2 bis 2035. Ein Solarprojekt im Bau am Standort Jerome, Idaho, soll jährlich 3.115,5 Tonnen CO2 einsparen; 2025 gewann das Unternehmen über die U.S. Dairy Sustainability Alliance zudem mehrere Hundert Tonnen Abfall zurück.
Die diesjährigen Preisträger zeigen echte Wirkung durch Lobbyarbeit, Investitionen in Mitarbeitende, Umweltmanagement und gesellschaftliches Engagement.
Lobbyarbeit und Lebensmittelspenden gewürdigt
Kerry erhält den Titel Advocate of the Year für die Lobbyarbeit gegen die Wisconsin Assembly Bill 550, die die Etikettierungsregeln für Milchprodukte geändert hätte, sowie gegen den Childhood Diabetes Reduction Act; Mitarbeitende nahmen zudem an einer bundesweiten Lobby-Reise und einem Lobbytag des Bundesstaats in Madison teil.
Lifeway Foods gewinnt den Culture of Excellence Award, unter Verweis auf eine Spende von 10.000 Dollar für die Waldbrandhilfe in Kalifornien im Januar 2025 und mehr als 230.000 gespendete Portionen Kefir und Bauernkäse für Programme gegen Ernährungsunsicherheit. Das Unternehmen verweist zudem auf drei Vizepräsidentinnen in seiner Führungsriege.
„Die diesjährigen Preisträger zeigen echte Wirkung durch Lobbyarbeit, Investitionen in Mitarbeitende, Umweltmanagement und gesellschaftliches Engagement“, sagte Sara Schmidt, Mitgliederdirektorin der WCMA.
Ein Branchenverband, kein Verkostungsgremium
Anders als die World Cheese Awards, die das Produkt selbst bewerten, bewerten die Member Impact Awards der WCMA Verhalten: wie ein Unternehmen mit seiner Belegschaft, seiner Lieferkette und seinen Nachbarn umgeht. Wisconsin produziert mehr Käse als jeder andere US-Bundesstaat, und der Verband vergibt diese Preise seit mehreren Jahren als Gegengewicht zu Wettbewerben, die sich rein um Geschmack und Textur drehen.
Die vier Gewinner wurden aus einem reinen Mitglieder-Nominierungspool ausgewählt, der am 8. September schloss; die Bewertung übernahm intern das WCMA-Personal statt eines externen Gremiums.


