Dave's-Hot-Chicken-Insolvenz trifft Franchisenehmer
TIG Reaper, das sieben Dave's-Hot-Chicken-Restaurants in Pennsylvania, New Jersey und Delaware betreibt, hat nach einem Streit mit seinem Kreditgeber Chapter 11 beantragt.

Ein Dave's-Hot-Chicken-Franchisenehmer mit sieben Filialen hat nach einem Streit mit seinem Kreditgeber Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, die die Fachpresse diese Woche einsah.
TIG Reaper, das Dave's-Hot-Chicken-Restaurants in Pennsylvania, New Jersey und Delaware betreibt, reichte den Antrag am 21. September beim US-Insolvenzgericht für den östlichen Bezirk Pennsylvanias ein. Der Antrag gibt Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von jeweils 10 bis 50 Millionen Dollar an.
Der Insolvenzantrag folgt auf eine Klage, die Bank Midwest am 8. September bei einem Bundesgericht eingereicht hatte und in der behauptet wird, TIG Reaper habe bestimmte Kreditverpflichtungen nicht erfüllt. Gerichtsunterlagen nennen Bank Midwest als größten Gläubiger mit einer Forderung von rund 8,8 Millionen Dollar.
Chapter 11 verschafft Zeit, klärt aber nicht, wer wem etwas schuldet.
Am selben Tag, an dem der Insolvenzantrag gestellt wurde, erhoben TIG Reaper und drei verbundene Gesellschaften Gegenklage gegen Bank Midwest wegen Vertragsbruchs und fordern laut den Unterlagen mindestens 14 Millionen Dollar Schadenersatz.
Franchisesystem nicht betroffen, sagt die Kette
Dave's Hot Chicken, die 2017 in Los Angeles gegründete und schnell wachsende Kette für frittierte Hähnchenstreifen, erklärte, der finanzielle Streit betreffe TIG Reaper und dessen Kreditgeber und habe keine Auswirkungen auf das gesamte Franchisesystem, das inzwischen mehr als 300 Standorte zählt.
Die Kette ist in den vergangenen Jahren rasch über Franchising gewachsen, ein Wachstumsmodell, das bei einigen Betreibern angesichts steigender Finanzierungskosten ebenfalls zu Belastungen geführt hat. TIG Reaper wurde 2024 Franchisenehmer von Dave's Hot Chicken.
Der Fall reiht sich in eine Serie von Insolvenzen von Franchisenehmern in der Fast-Casual-Branche in diesem Jahr ein, darunter der größte US-Franchisenehmer von Wendy's, der Chapter 11 beantragte, sowie ein separater Antrag eines Betreibers aus Miami.
Was mit den sieben Restaurants geschieht
Chapter 11 erlaubt es TIG Reaper, seine sieben Restaurants weiterzubetreiben, während es seine Schulden unter gerichtlicher Aufsicht neu ordnet, statt das Geschäft sofort abzuwickeln. Das Unternehmen hat nicht mitgeteilt, ob während des Verfahrens Standorte schließen werden.
Ein Termin für die wechselseitigen Klagen zwischen TIG Reaper und Bank Midwest steht laut Gerichtsakte noch nicht fest. Dave's Hot Chicken erklärte, die Lage weiter zu beobachten, wolle sich zu einem laufenden Verfahren aber nicht weiter äußern.


