Ein Prosit Udine holt Lima, Buenos Aires und Paris ins Friaul
Die 27. Ausgabe läuft bis Sonntag, mit mehr als 90 Köchen und Dinnern zwischen 90 und 250 Euro. Auf dem Programm stehen drei jüngere Sieger der World's 50 Best, meist in geteilten Küchen.

Ein Prosit Udine, das Gastronomiefestival, das am 14. Oktober seine 27. Ausgabe eröffnet hat, bringt bis Sonntag, 18. Oktober, mehr als 90 Köchinnen und Köche in die Stadt im Friaul. Die Dinner kosten zwischen 90 und 250 Euro, und am Herd stehen drei der sechs letzten Sieger von The World's 50 Best Restaurants.
Diese drei sind Mitsuharu „Micha“ Tsumura vom Maido in Lima, Sieger im Jahr 2025; Virgilio Martínez vom Central, ebenfalls in Lima, auf Platz eins im Jahr 2023; und Mauro Colagreco vom Mirazur, auf Platz eins im Jahr 2019. Das Programm umfasst mehr als 130 Termine, von Dinnern über Weinverkostungen bis zu Workshops, mit Köchen aus 18 Ländern, wie der Messaggero Veneto am 8. Oktober berichtete.
Veranstalter des Festivals ist Co.Pro.Tur., das Tourismuskonsortium von Tarvisio, Sella Nevea und Passo Pramollo. Dessen Direktor Claudio Tognoni kuratiert es gemeinsam mit Paolo Vizzari und Manuela Fissore.
Bei Ein Prosit ist nicht der berühmte Koch knapp, sondern der freie Stuhl.
Wer bei Ein Prosit Udine kocht
Die meisten Dinner stellen zwei bis fünf Köche aus verschiedenen Ländern in eine gemeinsame Küche, jeweils um 20 Uhr, in Restaurants in Udine und in den nahen Orten Buttrio, Tavagnacco und Dolegna del Collio. Das teuerste Dinner, für 250 Euro, findet am Sonntag im Le Fucine Gourmet in Buttrio statt: Martínez und Colagreco kochen dort mit Guido Tassi und Pablo Rivero vom Don Julio in Buenos Aires. Dieselben zwei Gäste begleiten am Sonntag Franco Pepe von Pepe in Grani bei einem Pizza-Mittagessen im Alla Lampara, für 90 Euro.
Pía León vom Kjolle in Lima kocht am Donnerstag mit Antonia Klugmann im L'Argine a Vencò und am Freitag im Vitello d'Oro mit Eric Robertson und Daniel Hadida vom Pearl Morissette in Kanada, beide Abende für je 180 Euro. Ana Roš vom Hiša Franko in Kobarid in Slowenien teilt sich am Freitag mit Emmanuel Pilon vom Le Louis XV in Monaco das Dinner für 210 Euro, das den ersten öffentlichen Auftritt von Gault&Millau Italien markiert. Weitere Gäste kommen aus Dubai (Himanshu Saini, Trèsind Studio), Kuala Lumpur (Darren Teoh, Dewakan), Kapstadt (Peter Tempelhoff, FYN), Istanbul (Maksut Aşkar, Neolokal) und Paris (Bruno Verjus, Table).
Tsumura lässt die Spitzenküche zu Hause. Am Sonntag serviert er in der Indiana Station das peruanische Grillhähnchen seiner Tori Polleria, in vier halbstündigen Zeitfenstern ab 11.30 Uhr.
Plätze, Foodtrucks und das letzte Wochenende
Jedes Dinner hat eine feste Zahl an Plätzen und wird laut offiziellem Programm direkt beim gastgebenden Restaurant oder online gebucht. Am 11. Oktober schrieb il Nord Est, die Plätze seien bereits fast ausverkauft. Das Eröffnungsdinner am Mittwoch in der Le Fucine Brasserie, eine Hommage an Bittor Arguinzoniz vom Asador Etxebarri, war nur auf Einladung zugänglich.
Neu in diesem Jahr sind laut Messaggero Veneto drei Foodtrucks im Stadtzentrum, von Freitag bis Sonntag: einer für Pasta, einer für Pizza und einer mit Gerichten aus den teilnehmenden Ländern. Wer jetzt noch anreist, braucht bei Ein Prosit Udine weniger die Liste der Köche als die Liste der freien Plätze.


