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PorträtsSt. Ingbert

Martin Stopp ist Deutschlands Koch des Jahres 2026

Der Küchenchef von ATAMA in St. Ingbert holt den Haupttitel des Großen Restaurant & Hotel Guide, in einem Jahr, das Küchen abseits der etablierten deutschen Gourmet-Zentren auszeichnete.

Die Hand eines Kochs platziert eine essbare Blüte auf einem Fine-Dining-Teller
Foto · Photo: Jona Scheuber · Pexels · Pexels License

Martin Stopp, Küchenchef von ATAMA by Martin Stopp in St. Ingbert, wurde vom Großen Restaurant & Hotel Guide zum Koch des Jahres 2026 gekürt.

Der Guide umfasst 736 Seiten und bewertet mehr als 2.000 Restaurants und Hotels im deutschsprachigen Europa: Deutschland, Österreich, die Schweiz und Südtirol. Die aktuelle, bereits im Buchhandel erhältliche Ausgabe vergibt diese Auszeichnung als höchste Ehrung des Jahres.

Eine Adresse im Saarland holt den Titel

Eine saarländische Stadt mit rund 35.000 Einwohnern steht nun an der Spitze eines Guides, der vier Länder abdeckt.

St. Ingbert ist kein Name, der in deutschen Gourmet-Ranglisten normalerweise neben München, Hamburg oder Berlin auftaucht. Dass ein Guide, der vier Länder abdeckt, einen Koch aus einer saarländischen Stadt mit rund 35.000 Einwohnern zum besten kürt, deutet darauf hin, dass Küchen abseits der etablierten Zentren des Landes in diesem Jahr an Boden gewinnen, zumindest aus Sicht dieser Jury.

Der Verlag des Guides hat die konkreten Erwägungen der Jury auf den gedruckten Seiten nicht im Detail erläutert und verweist Leser für den vollständigen Bericht über Stopps Küche auf seine digitale Plattform.

Nicht der einzige regionale Name der Saison

Stopps Titel fällt in dieselbe Woche, in der Der Feinschmecker, ein weiterer deutscher Guide, Tim Striegel vom Das Philippin in Rutesheim zum Aufsteiger des Jahres 2026 kürte, ebenfalls eine Küche weit abseits des Großstadt-Zirkels. Zusammengenommen legen beide Entscheidungen nahe, dass die deutschen Printguides in diesem Zyklus weiter als sonst über die Hauptstädte hinausblicken.

Der Zeitpunkt steht im Kontrast zur sonstigen Stimmung in der deutschen Spitzengastronomie in diesem Jahr. Das Eichhalde in Freiburg, ein Adresse mit Michelin-Stern, schließt zum Jahresende nach sieben Jahren, eine Erinnerung daran, dass ein Platz auf dem Cover eines Guides die Wirtschaftlichkeit hinter einer Degustationsmenü-Küche nicht klärt.

Sowohl der Große Restaurant & Hotel Guide als auch Der Feinschmecker veröffentlichen ihre nächsten Ausgaben Ende 2027, wenn sich zeigen wird, ob der diesjährige regionale Auftritt ein Einzelfall war oder der Beginn eines Musters. Der Titel Koch des Jahres 2026 wandert damit erstmals in der jüngeren Geschichte des Guides ins Saarland, ein Detail, das die Redaktion in den kommenden Monaten vermutlich häufig wiederholen wird.

Quellen

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