Bestes Steak der Welt ist ein australisches Wagyu-Filet
Ein Filet von Senku Pure Wagyu aus Queensland setzte sich in Amsterdam gegen mehr als 450 blind verkostete Steaks durch. Die meisten Medaillen holte dennoch Irland: 82 gegenüber 42 für Australien.

Die World Steak Challenge hat ein Filet von Senku Pure Wagyu des australischen Produzenten Paradigm Foods bei einer Preisverleihung am 10. September in Amsterdam als bestes Steak der Welt 2026 ausgezeichnet. Derselbe Zuschnitt gewann zudem die Titel bestes getreidegefüttertes Filet der Welt und bestes Steak Ozeaniens.
Mehr als 450 Steaks wurden laut den Veranstaltern von einer Jury aus über 60 Fleischexperten blind bewertet, jedes zuerst roh und dann gegart. Verkostet wurde im Steakhaus Vlees & Co, die Ergebnisse wurden im Hotel Arena verkündet. Zur Jury gehörten unter anderem Richie Wilson von FIRE Steakhouse & Bar und Ioannis Grammenos von Heliot Steak House in London.
Bestes Steak der Welt kommt aus Queensland
Australien holt den Titel, Irland den Medaillenspiegel: Ein großes Filet ist noch keine große Herde.
Senku ist eine von fünf Wagyu-Marken, die Paradigm Foods vertreibt; das Unternehmen verkauft nach eigenen Angaben in mehr als 30 Länder. Laut der Marke haben die Rinder über 99 Prozent Wagyu-Genetik, werden 450 Tage mit Getreide gefüttert und in Queensland gehalten; nur Fleisch mit einem Marmorierungsgrad von 6 oder höher trägt den Namen Senku. Von den drei bewerteten Zuschnitten, Rumpsteak, Ribeye und Filet, ist das Filet in der Regel das magerste. Bei Wagyu ist das ein dehnbarer Begriff.
Australisches Rindfleisch holte mehr als nur den Hauptpreis. Jack's Creek & Albers, Gesamtsieger 2023 und 2024, gewann den Titel bestes Wagyu der Welt, Pardoo Wagyu Corporation den Preis für große Produzenten. Hancock Agriculture, Teil der Hancock-Gruppe von Gina Rinehart, teilte am 11. September mit, dass seine Marke 2GR Wagyu drei Goldmedaillen gewonnen habe und S. Kidman & Co seine erste.
Irland gewinnt den Medaillenspiegel
Der Titel bestes Steak der Welt ging nach Australien, der Medaillenspiegel nicht. Von den 328 vergebenen Medaillen, darunter 128 goldene, gewann Irland 82, davon 29 in Gold, gegenüber 42 Medaillen und 27 Goldmedaillen für Australien; England wurde mit 26 Dritter. Irische Einsendungen gewannen außerdem das beste grasgefütterte Rumpsteak, mit Tesco Ireland, und das beste grasgefütterte Ribeye, mit Dawn Meats.
„Die Challenge ist ein Fest der Rinderhaltung im weltweiten Maßstab“, sagte Stefan Chomka, Chefredakteur von Restaurant, dem Fachmagazin des Verlags William Reed, der den Wettbewerb ausrichtet. Die World Steak Challenge findet seit 2015 statt und hat bereits Produzenten aus mehr als 30 Ländern angezogen.
Damit dreht sich das Bild gegenüber 2025, als der Hauptpreis an ein 32 Tage gereiftes irisches Angus-Rumpsteak von Dawn Meats ging, das in Lidl-Supermärkten verkauft wurde. Damals wurden die Steaks im September in Amsterdam verkostet, die Sieger aber erst im November in London bekanntgegeben. Diesmal blieben Verkostung und Gala in Amsterdam, einer Stadt, die eher für Hering, Bitterballen und Rijsttafel bekannt ist als für Steak.
Als Nächstes steht Käse auf dem Wettbewerbskalender: Die World Cheese Awards schließen die Anmeldung am 15. September.
Quellen
- World Steak Challenge · 2026-09-10
- Restaurant (restaurantonline.co.uk) · 2026-09-11
- Hancock Agriculture · 2026-09-11
- The Morning Advertiser · 2025-11-11


