Wingstop senkt Prognose wegen anhaltendem Umsatzrückgang
Die vergleichbaren Umsätze fielen im dritten Quartal um 5,4 Prozent, der sechste Rückgang in Folge, und die Chicken-Wings-Kette erwartet nun ein Minus von bis zu 7 Prozent fürs Jahr.

Wingstop hat die Prognose für das Gesamtjahr erneut gesenkt, nachdem die vergleichbaren Umsätze der Chicken-Wings-Kette im dritten Quartal um 5,4 Prozent fielen, der sechste Rückgang in Folge. Das Unternehmen erwartet nun einen Rückgang der vergleichbaren Jahresumsätze von 6,5 bis 7 Prozent, gegenüber der vorherigen Prognose von 4 bis 6 Prozent, berichtet Nation's Restaurant News.
Auch die Zahl neuer Standorte fällt niedriger aus als geplant. Wingstop rechnet nun mit 440 bis 450 neuen Netto-Standorten in diesem Jahr, einem Wachstum von 14,4 bis 14,7 Prozent, weniger als die zuvor für 2026 angepeilten 15 bis 16 Prozent.
Der Vergleich fällt nicht leicht: Schon das dritte Quartal 2025 war gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent gefallen. Zwei Jahre mit Rückgängen in Folge deuten auf eine Schwäche hin, die sich nicht mit einem einzelnen Quartal erklären lässt.
Zwei Jahre mit Rückgängen in Folge bei den vergleichbaren Umsätzen lassen sich nicht mit einem einzelnen Quartal erklären.
Benzinpreise und städtische Märkte
Vorstandschef Michael Skipworth sagte, die Erholung dauere „länger als erwartet“, und das Quartalsergebnis sei hinter den eigenen Erwartungen des Unternehmens zurückgeblieben. Der makroökonomische Druck auf die Kunden habe sich „in den vergangenen Monaten verstärkt“, so Skipworth.
Die Kette führt einen Teil des Rückgangs auf ihr Standortnetz zurück: 55 Prozent der US-Filialen liegen in städtischen Gebieten mit niedrigerem Einkommen, die stärker unter steigenden Benzinpreisen und engeren Haushaltsbudgets leiden als Wettbewerber in Vorstädten.
Die Margen auf Filialebene bei eigenen Standorten schrumpften im Jahresvergleich erstmals seit dem ersten Quartal 2025, bei langsameren Verkäufen und höheren Wareneinsatzkosten. Skipworth sagte, Wingstop „warte nicht“ darauf, dass sich das Konsumklima bessere, bevor man handle.
Die Kennzahlen je Filiale halten noch
Das Unternehmen stützt sich auf sein Grundmodell. Der durchschnittliche Jahresumsatz pro US-Filiale liegt bei rund 1,85 Millionen Dollar, bei unverschuldeten Cash-on-Cash-Renditen von etwa 60 Prozent – Zahlen, die Skipworth als Grund dafür nannte, warum Franchisenehmer weiter neue Filialen eröffnen, auch wenn bestehende abkühlen. Wie eine andere Kette mit einer ähnlichen Flaute umgeht, zeigt unser Bericht über die Schließungen bei Jack in the Box.
Ob diese Renditen halten, ist nun die eigentliche Frage für eine Kette, die in den vergangenen zwei Jahren schneller neue Filialen eröffnet hat, als sie die bestehenden wachsen lassen konnte.


