Mega MGC Coffee eröffnet in Kambodscha: Flagship in Phnom Penh
Die koreanische Kette mit 4.500 kleinen To-go-Läden hat auf Koh Pich ein Café mit 86 Plätzen eröffnet, ihr zweites Auslandsland. Vier weitere sollen bis Dezember folgen; der lokale Partner wird nicht genannt.

Mega MGC Coffee, die südkoreanische Kette mit mehr als 4.500 Filialen im Heimatmarkt, hat am 7. Oktober ihr erstes Café in Kambodscha eröffnet, im Stadtteil Koh Pich in Phnom Penh. Kambodscha ist nach der Mongolei das zweite Land außerhalb Koreas, und das Unternehmen erklärt, dort bis zum Jahresende fünf Filialen betreiben zu wollen.
Die Eröffnung wurde am 8. Oktober bekannt gegeben. Nach Angaben von Seoul Economic Daily und des koreanischen Fachmediums Digital Daily ist die Filiale auf Koh Pich ein frei stehendes, eingeschossiges Gebäude auf einem Grundstück von rund 845 Quadratmetern, mit 86 Sitzplätzen. Die Fassade greift Elemente des Hanok auf, des traditionellen koreanischen Hauses; im Inneren wurden Motive der kambodschanischen Webkunst und lokale Materialien verwendet. Koh Pich, auch Diamond Island genannt, ist ein Entwicklungsgebiet mit Wohnungen, Büros und Geschäften am Fluss.
Ein Flagship mit Sitzplätzen für eine To-go-Kette
Eine Kette aus kleinen To-go-Läden geht mit 86 Sitzplätzen und eigenem Grundstück ins Ausland.
Das ist nicht das Format, mit dem die Marke groß geworden ist. World Coffee Portal, das berichtet, die Kette habe Ediya Coffee in Südkorea überholt, beschreibt das koreanische Netz als kleine Läden, in denen man seine Bestellung abholt und wieder geht, und die Filiale in Phnom Penh als eine, die für längere Aufenthalte entworfen wurde.
In Korea kostet ein heißer Americano 1.500 Won. The Asia Business Daily berichtete im September unter Berufung auf die bei der Fair Trade Commission eingereichten Franchise-Unterlagen, der durchschnittliche Umsatz je Franchise-Filiale habe erstmals die Marke von 400 Millionen Won überschritten und liege bei 412,87 Millionen.
Die 4.500. Filiale in Korea wurde Anfang Oktober eröffnet, elf Jahre nach der ersten.
Was Mega MGC Coffee zu Kambodscha nicht gesagt hat
Das Geschäft in Kambodscha läuft über ein Master-Franchise: Ein lokaler Partner hält die Betriebsrechte und zahlt dafür Lizenzgebühren. Keiner der beiden Berichte nennt den Namen dieses Partners. Sie nennen auch weder die Preise auf der Karte in Phnom Penh noch die Investitionssumme noch ein Umsatzziel, sodass die Ankündigung nicht beantwortet, ob das auf Menge ausgelegte Modell in einem Markt mit niedrigeren Löhnen und in einem Gastraum mit 86 Sitzplätzen trägt.
Bis Ende Dezember sollen vier weitere Filialen in den wichtigsten Geschäftsvierteln der Hauptstadt hinzukommen; Toul Tom Poung gehört zu den Gegenden, die geprüft werden. Kim Dae-young, Vorsitzender der Muttergesellschaft MGC Global, sagte, die Kette werde sich an die lokale Kultur und an die Nachfrage der Kunden anpassen und eng mit ihrem Partner zusammenarbeiten.
Im Ausland ist Mega MGC Coffee nach wie vor klein. Die erste Filiale außerhalb Koreas eröffnete im Mai 2024 in Ulan Bator; die Mongolei zählt inzwischen 12, und mit Phnom Penh sind es 13. Andere asiatische Kaffeeketten sind deutlich weiter: Kopi Kenangan, dessen Gründer seinen Anteil vor einem Börsengang aufgestockt hat, ist in sieben Märkten vertreten.
Dreizehn Filialen im Ausland gegenüber 4.500 im Heimatmarkt sind ein Verhältnis und noch keine Strategie. Die erste Zahl, die sich überprüfen lässt, ist, ob Phnom Penh am 31. Dezember tatsächlich fünf Filialen hat.


