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PorträtsCasole d'Elsa

Giuseppe Arno, der Pramac-Koch, der das MotoGP-Paddock versorgt

Ein französisches Motorsportmagazin porträtiert den Italiener, der die reisende Küche von Pramac Racing leitet: rund zehn Leute, bis zu 250 Gedecke am Tag und eine Vergangenheit in Formel 2 und Rallye.

Großer Edelstahltopf auf einer Gasflamme in einer laufenden Profiküche, dahinter Pfannen
Archivbild · Photo: Engin Akyurt · Pexels · Pexels License

Giuseppe Arno, der italienische Koch, der die Küche der Hospitality von Pramac Racing im Paddock der MotoGP leitet, führt ein Team von rund zehn Leuten und verpflegt bis zu 250 Gäste am Tag. Das berichtete das französische Wochenmagazin AutoHebdo am 4. Oktober.

Das Porträt gehört zu einer Serie des Magazins über die Berufe im Paddock. Demnach hat Arno in der Formel 2 und in der Rallye-Weltmeisterschaft gekocht, bevor er zu dem Motorradteam kam. Wenn die ersten Motorräder auf die Strecke gehen, heißt es dort, hat er bereits mehrere Stunden Arbeit hinter sich. Der Beruf, den der Text beschreibt, besteht aus Menüs, die für Rennstrecken auf der ganzen Welt geplant werden müssen, aus den Ernährungsplänen der Fahrer und aus Wünschen, die in letzter Minute eintreffen.

Pramac Racing hat seinen Sitz in Casole d'Elsa in der Toskana und fährt seit 2025 mit Motorrädern von Yamaha, Teamchef ist Paolo Campinoti. Die Hospitality des Teams ist das reisende Restaurant, in dem die Mannschaft und ihre Gäste an einem Rennwochenende essen.

Die erste Schicht in einem MotoGP-Paddock beginnt am Herd, Stunden bevor irgendein Motor anspringt.

Was Giuseppe Arno für die Jury im Paddock kochte

Am genauesten ist seine Küche bei GPOne dokumentiert, dem italienischen Motorradportal. Am 6. Juni berichtete es aus dem Balaton Park, vom ungarischen Lauf, wo Pramac Gastgeber eines Abends von Master of Hospitality war, einem Wettbewerb zwischen den Küchen des Paddocks, den GPOne zusammen mit dem Konsortium Prosecco DOC ausrichtet. Arno und sein Kollege Amir Mostapa servierten ein Menü ohne Fleisch und Fisch, das in der englischen Ausgabe des Portals „Vegetarian trajectories and braking“ heißt.

Es begann mit Gurke und grünem Apfel mit essbaren Blüten und einem Sorbet aus Prosecco, danach kam Knollensellerie mit schwarzem Knoblauch und Haselnüssen. Der erste Gang war ein Risotto mit Fenchelmelasse, fermentierter Zitrone und Prosecco-Schaum, das Dessert bestand aus weißem Pfirsich und Mandeln auf der Grundlage eines Bellini. Der Wein des Sponsors stammt aus dem Nordosten Italiens, wo die Prosecco-Ernte in Conegliano Valdobbiadene Mitte September zu 90 Prozent abgeschlossen war.

Die Fahrer Jack Miller und Izan Guevara arbeiteten an der Seite der beiden Köche, so wie es das Format des Wettbewerbs vorsieht. Hospitality-Manager Paolo Zanella leitete den Abend. Eine Jury aus Journalisten und Branchenvertretern unter dem Vorsitz von Alessandro Barlozzi, dem Kommunikationschef von Michelin, bewertete den Ort, den Service, den Geschmack und die Abstimmung mit dem Wein.

Eine Küche, die mit dem Team gewachsen ist

An dieser fünften Ausgabe nahmen sechs Teams teil. Alpinestars trat als Titelverteidiger an, das Finale war für den Großen Preis von Österreich angesetzt, wie GPOne im Mai meldete. Für Pramac war es eine Rückkehr nach einigen Jahren Pause, und zwar in einer Hospitality, die das Portal als frisch renoviert beschrieb.

Die Größenordnung hat sich verändert. Im Jahr 2015 zählte das italienische Portal Motorionline sechs Personen, die die Hospitality von Pramac mit zwei Lastwagen betrieben. Sie versorgten bei einem durchschnittlichen Rennen etwa 100 Gäste, in Mugello und bei den spanischen Rennen waren es 250 bis 300. AutoHebdo nennt für 2026 rund zehn Mitarbeiter und bis zu 250 Gedecke am Tag.

Köche im Paddock schaffen es selten in eine Überschrift. Giuseppe Arno ist das in vier Monaten zweimal gelungen, einmal dank einer Jury und einmal durch ein Motorsportmagazin.

Quellen

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