Donnerstag, 17. September 2026 · Amsterdam
Medienplattform für
Gastgewerbe & Kulinarik
AMUSE.
ListenHamburg

CHEF:IN Awards: Berlin holt fünf von neun Auszeichnungen

Hallmann & Klee und CODA teilen sich den Titel Köchin des Jahres bei Deutschlands ersten Preisen für Frauen in der Gastronomie; Ana Roš gewinnt international, und die Jury schaut über den Teller hinaus.

Fassade aus Beton und dunklem Metall des Restaurants Tantris in München mit rotem Eingang
Foto · Photo: Flocci Nivis · Wikimedia Commons · CC BY 4.0

Die ersten CHEF:IN Awards gingen am Montagabend in Hamburg an neun Frauen, und fünf der neun Titel wandern nach Berlin, angeführt von den gemeinsamen Köchinnen des Jahres Sarah Hallmann vom Hallmann & Klee und Julia A. Leitner vom CODA.

Rund 110 Gäste aus Gastronomie, Handel und Medien kamen am 14. September im Foodlab Hamburg zusammen, berichtet das Fachmagazin Tophotel. Hallmann konnte bei der Verleihung nicht vor Ort sein, schreibt Der Feinschmecker. Zwei der sieben Kategorien endeten mit einem Gleichstand, und so wurden aus sieben Trophäen neun Preisträgerinnen.

Berlin dominiert die CHEF:IN Awards

Neun Trophäen in Hamburg, und Deutschland zählt weiter 15 Frauen an der Spitze seiner Sterneküchen.

Neben den beiden Köchinnen holte Berlin den Titel Gastgeberin des Jahres für Ilona Scholl vom Tulus Lotrek, Sommelière des Jahres für Nancy Großmann vom Grill Royal und Barkeeperin des Jahres für Maria Gorbatschova von der Green Door Bar. Patissière des Jahres wurden gemeinsam Larissa Metz vom Restaurant Vendôme in Bergisch Gladbach und Emma Betti vom Tantris Maison Culinaire in München.

Unternehmerin des Jahres ist Kristin Hendricks-Fuchs, die das Romantik Hotel Spielweg in Münstertal im Schwarzwald in die nächste Generation führt. Der einzige Titel, der ins Ausland ging, Internationale Köchin des Jahres, ging an Ana Roš vom Hiša Franko in Kobarid, das 2023 als erstes Restaurant Sloweniens drei Michelin-Sterne erhielt.

Die Begründungen der Jury loben Zurückhaltung statt Effekt. Laut Der Feinschmecker würdigte sie bei Hallmann eine Küche, die klar und präzise und trotzdem voller Tiefe ist, und bei Leitner die Arbeit an der Schnittstelle zwischen Küche und Patisserie, wo ein Dessertgang für sich allein stehen kann. Betti denke bei der Patisserie eher wie eine Köchin, mit Reduktion, wenig Zucker und klaren Aromen.

Fünfzehn von 339 Sterneküchen

Die 22-köpfige Jury unter Vorsitz der Food-Journalistin Anja Wasserbäch bewertete neben Handwerk auch Führung, Teamkultur, Haltung und unternehmerische Leistung, so Restaurant Ranglisten. Gründerin Denise Snieguolė Wachter fasste den Ansatz in einem Satz zusammen: „Handwerkliche Exzellenz ist bei uns die Eintrittskarte, nicht die ganze Antwort.“

Die Zahlen erklären, warum es die Plattform gibt. Von Deutschlands 339 Michelin-Sternerestaurants werden 15 von Frauen geführt, das sind 4,4 Prozent, rechnet Restaurant Ranglisten vor. Die CHEF:IN-Watchlist hinter den Preisen umfasst inzwischen 72 Frauen aus Küche, Patisserie, Service, Wein und Bar, berichtet Tophotel; aus ihr stammen auch die vor der Verleihung veröffentlichten Nominierungen.

Neun Trophäen verschieben einen Anteil von 4,4 Prozent nicht von allein. Die nächste Zählung kommt mit der Selektion 2027 des Guide Michelin für Deutschland.

Quellen

Amuse Monatlich

Das Beste des Monats,
einmal im Monat.

Die Eröffnungen des Monats, die Köche im Blick, die Rezepte und die Zahlen, die zählen. Einmal im Monat in Ihrem Postfach, fünf Minuten, sonst nichts.

Gesponserte Plätze sind immer gekennzeichnet. Redaktion ist nie käuflich.

Was in Ihrem Postfach landet

  • Die Adressen, die man diesen Monat buchen sollte
  • Die Eröffnung, über die alle reden
  • Die Rezepte des Monats aus den Küchen, über die wir berichten
  • Die Zahlen, die zählen, mit Quelle