Lamington Rezept: der Biskuit, der das Eintauchen übersteht
Ein Biskuit mit heißer Milch, am Vortag gebacken, eine Stunde angefroren, in dünne Kakaoglasur getaucht und in Kokos gewälzt. Fünfzehn Würfel des bekanntesten Kuchens aus Queensland, mit Begründung für jeden Schritt.

Dieses Lamington Rezept macht aus einem Biskuit mit heißer Milch 15 Würfel, die in eine dünnflüssige Schokoladenglasur getaucht und in Kokosraspeln gewälzt werden. Der Schlüssel ist die Zeit: Der Biskuit wird am Vortag gebacken und vor dem Eintauchen eine Stunde angefroren, damit die Krume hält, statt zu reißen.
Der Kuchen ist nach Lord Lamington benannt, der von 1896 bis 1901 Gouverneur von Queensland war. Laut der State Library of Queensland gilt meist sein in Frankreich geborener Koch Armand Galland als Erfinder, und das erste veröffentlichte Rezept erschien unter dem Titel „Lamington Cakes“ am 17. Dezember 1900 in Queensland Country Life.
Diese Woche hatte Australien seinen Michelin-Moment, mit zwei Sternen für Magill Estate in Südaustralien. Der Lamington braucht nur einen gut durchgeruhten Biskuit.
Ein Lamington ist ein Biskuit, dem man eine Nacht Ruhe und eine Stunde Kälte gönnt.
Zutaten für das Lamington Rezept
- 4 Eier, zimmerwarm
- 170 g feiner Zucker
- 1 TL Vanilleextrakt
- 180 g Weizenmehl Type 405
- 30 g Speisestärke
- 2 TL Backpulver und eine Prise Salz
- 100 ml Vollmilch und 50 g Butter
- 500 g Puderzucker und 40 g Kakaopulver
- 25 g Butter und 160 ml kochendes Wasser für die Glasur
- 250 g Kokosraspeln
Zubereitung
- Den Ofen auf 180 °C (Umluft 160 °C) vorheizen und eine Form von 20 × 30 cm mit Backpapier auslegen. Eier, Zucker und Vanille 7 bis 8 Minuten aufschlagen, bis die Masse hell ist und sich verdreifacht hat: Diese Luft übernimmt den größten Teil des Triebs.
- Mehl, Stärke, Backpulver und Salz darübersieben und in drei Portionen unterheben. Die Stärke senkt den Glutenanteil und sorgt für eine feinere Krume.
- Die Butter in der warmen Milch schmelzen, zwei Löffel Teig einrühren und die Mischung zurück in die Schüssel heben. So drückt das Fett die Luft nicht aus dem Teig.
- 25 bis 28 Minuten backen, bis die Oberfläche auf Druck zurückfedert. Abkühlen lassen, einwickeln und über Nacht ruhen lassen.
- Die Ränder abschneiden, 15 Würfel schneiden und 45 bis 60 Minuten anfrieren, bis sie fest, aber nicht hart sind. Frische Krume saugt die Glasur auf und bricht.
- Gesiebten Puderzucker und Kakao mit Butter und kochendem Wasser zu einem dünnen, fließenden Sirup verrühren. Über kaum siedendem Wasser warm halten und auf zwei Schüsseln verteilen, weil Krümel die Glasur andicken.
- Jeden Würfel mit zwei Gabeln 2 bis 3 Sekunden eintauchen, abtropfen lassen und in den Kokosraspeln wälzen. Auf einem Gitter 1 bis 2 Stunden fest werden lassen.
Variante mit Konfitüre und Sahne
Dasselbe Lamington Rezept ergibt auch die Variante aus der Bäckerei: Jeden festen Würfel waagerecht halbieren und mit Himbeerkonfitüre und leicht geschlagener Sahne füllen, gekühlt aufbewahren und innerhalb von zwei Tagen essen.
Häufige Fragen
Warum zerfallen Lamingtons in der Glasur? Der Biskuit ist zu frisch oder die Glasur zu dick. Verwenden Sie einen halb angefrorenen Kuchen vom Vortag und geben Sie einen Löffel kochendes Wasser in die Glasur.
Kann ich Lamingtons vorbereiten? Ja. Ohne Füllung halten sie sich 3 Tage in einer luftdichten Dose und lassen sich 2 Monate einfrieren.
Gehen auch Kokoschips? Ja, aber Kokosraspeln sind feiner und trockener, haften gleichmäßig und ergeben die klassische, geschlossene Hülle.


