Boston's Pizza ernennt Sergio Carvallo zum US-Präsidenten
Die kanadische Kette, von fast 50 US-Filialen 2010 auf 20 geschrumpft, übergibt die US-Wende dem Manager, der das Mexiko-Geschäft aufgebaut hat.

Boston's Pizza hat Sergio Carvallo zum Boston's Pizza US-Präsidenten ernannt und ihn damit beauftragt, eine auf 20 Standorte von fast 50 im Jahr 2010 geschrumpfte Sparte wiederzubeleben.
Carvallo kam vor mehr als zehn Jahren zur in Edmonton gegründeten Kette und eröffnete 2015 das Büro in Mexiko-Stadt, wo er den Markt auf 28 Restaurants ausbaute. Zuvor sammelte er über 30 Jahre Erfahrung bei Nestlé, Cuervo, Laureate und Yum Brands.
Boston's Pizza wurde 1964 in Edmonton, Alberta, gegründet und eröffnete 1998 sein erstes US-Restaurant in Tempe, Arizona. Jim Treliving, der die Kette 1983 mit George Melville kaufte, wurde 2017 Alleineigentümer; das Unternehmen hat seinen Sitz heute in Dallas.
Durch die Modernisierung bestehender Restaurants können wir auf Erfolgen andernorts aufbauen.
Ein schrumpfendes US-Geschäft
Die Zahl der US-Filialen ist seit dem Höchststand 2010 stetig gesunken, während die Marke andernorts wuchs: Boston's Pizza ist heute in 16 Ländern mit mehr als 580 Restaurants aktiv, was die Schwäche in den USA für Franchisenehmer zunehmend sichtbar macht.
Carvallos Auftrag umfasst die Modernisierung bestehender Restaurants, die Stärkung der Franchisenehmer-Rentabilität und den Aufbau von Initiativen zur Einbindung der Gemeinden – statt kurzfristig viele neue Standorte zu eröffnen.
"Unser Konzept zweier Erlebnisse unter einem Dach ist sehr relevant und vielseitig. Durch die Modernisierung bestehender Restaurants und eine klare Kommunikation unseres Wertversprechens können wir auf dem Erfolg anderer Märkte aufbauen", sagte Carvallo.
Vertrauen in einen bewährten Manager
Boston's Pizza verbindet ein Restaurant mit vollem Service mit einer Sportsbar unter einem Dach – ein Format, das dem Unternehmen zufolge Franchisenehmern mehr Flexibilität bietet als Einzelkonzepte, besonders in US-Vorstadtmärkten.
Yugo Tago, Group Chief Executive der Muttergesellschaft Hot Palette Holdings Group, sagte, Carvallos Führungsstärke habe sich bereits andernorts bewiesen: "Pepper Lunch wäre heute in den Vereinigten Staaten nicht dort, wo es steht, ohne Troys Führung, Engagement und Glauben an die Marke", fügte er hinzu und verwies auf einen weiteren Führungswechsel diese Woche bei der japanischen Teppanyaki-Kette.
Mark Bailey bleibt neben Carvallo, der die Rolle mit sofortiger Wirkung übernimmt, Chief Operating Officer. Einen Zeitplan für die Rückkehr zum Filialstand von 2010 nennt das Unternehmen nicht; Wachstum solle erst folgen, wenn bestehende Franchisenehmer wieder profitabel arbeiten.
Quellen
- Nation's Restaurant News · 2026-09-11


