Donnerstag, 17. September 2026 · Amsterdam
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Whitbread schließt alle Beefeater- und Brewers-Fayre-Filialen

Der Eigentümer von Premier Inn hat seine letzten eigenständigen Restaurants geschlossen: sechs Marken und rund 3.800 Jobs weniger, ganz auf Hotelzimmer gesetzt.

Grün gefliestes Fassade eines traditionellen britischen Pub-Restaurants an einer Straße
Archivbild · Photo: Sofía Marquet · Pexels · Pexels License

Whitbread hat sämtliche Beefeater- und Brewers-Fayre-Restaurants in Großbritannien geschlossen, die größten Whitbread Restaurantschließungen der Firmengeschichte, rund 200 Standorte, und damit etwa 3.800 Stellen abgebaut, um Premier Inn zu einem reinen Hotelgeschäft zu machen.

Die letzten 106 Beefeater schlossen am 10. September, drei Tage nachdem die verbliebenen 89 Brewers-Fayre-Filialen am 7. September dichtgemacht hatten. Table Table, Bar + Block, Whitbread Inns und Cookhouse + Pub waren bereits am 3. September geschlossen worden. Nur The Social, das Einheits-Menü-Format, das bereits in mehr als der Hälfte der Whitbread-Hotels läuft, bleibt bestehen.

Die Schließungen vollenden einen im April angekündigten Fünfjahresplan, der 250 Millionen Pfund an Einsparungen und rund 1 Milliarde Pfund weniger Investitionsausgaben vorsieht, teilweise finanziert über ein Sale-and-Leaseback-Programm über 1,5 Milliarden Pfund für Dutzende Immobilien.

Eine Hotelkette, ein Menü: Das Experiment mit sechs Restaurantmarken ist vorbei.

Whitbreads Vorstandsvorsitzender bezeichnete den Schritt als Veränderung dessen, was das Unternehmen ist, nicht nur, was es abbaut: „Dieser Plan macht Whitbread zu einem margen- und renditestärkeren, reinen Hotelunternehmen." Eigenständige Restaurantmarken seien angesichts steigender Gewerbesteuern und Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung schlicht zu teuer geworden, so das Unternehmen.

Was die Restaurants ersetzt

Whitbread verlegt die Gastronomie zurück in die Hotels selbst: ein einheitliches Menü, Frühstück als wichtigster Anziehungspunkt und eine Sitzplatzkapazität, die sich an der Gästezahl statt am Durchgangsverkehr orientiert. Das Personal wird zu vielseitig einsetzbaren Hotelteams zusammengeführt statt in eigenen Küchen- und Servicebrigaden.

Der Konzern schrumpft nicht als Unternehmen, sondern nur als Restaurantbetreiber. Premier Inn betreibt derzeit rund 86.600 Zimmer in Großbritannien und Irland und strebt bis 2031 96.000 an, teilweise finanziert mit dem durch die Schließungen freigesetzten Kapital.

Ein breiterer Rückzug aus der Alltagsgastronomie

Die Schließungen fallen in ein Jahr, in dem das britische Gastgewerbe bereits Betriebe im Tempo von rund 20 pro Tag verliert, während Betreiber dieselben Abgaben und Personalkosten schultern, die Whitbread anführt. Der jüngste Besitzerwechsel beim Chester Grosvenor ist ein weiteres Zeichen dafür, wie viel von diesem Druck auf hotelgebundene Gastronomie statt auf eigenständige Restaurants entfällt.

Was von Whitbreads Gastronomiegeschäft übrig bleibt, ist nun ein einziges, vom Hotel aus gedachtes Format. Ob The Social die Gästezahlen tragen kann, die zuvor über sechs getrennte Marken liefen, ist die offene Frage für alle, die diesen Winter ein Abendessen in einem Premier Inn buchen.

Quellen

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