Jaume Subirós erhält Spaniens Gastronomiepreis fürs Lebenswerk
Die Real Academia de Gastronomía vergibt ihren Preis „Toda una Vida“ 2026 an den Mann, der 1961 als Page im Motel Empordà in Figueres anfing und es seit 1979 leitet.

Jaume Subirós, der seit 1979 das Motel Empordà in Figueres leitet, ist der Träger des spanischen Premio Nacional de Gastronomía „Toda una Vida“ 2026, der Auszeichnung für das Lebenswerk der Real Academia de Gastronomía. Die Akademie hat die Entscheidung am 8. Oktober bekannt gegeben und wird den Preis am 9. November in Toledo überreichen.
Getroffen hat die Entscheidung der gesamte Vorstand der Akademie, der in diesem Fall als Jury tagte. In seiner Erklärung verweist er auf das, was das Motel Empordà für die Gastronomie bedeutet, und hält fest, dass Jaume Subirós seit langer Zeit in der ersten Reihe der spanischen Küche steht und das Qualitätsniveau über Jahrzehnte gehalten hat. Das Haus, so heißt es weiter, arbeitet bis heute mit klassischem Service im Speisesaal.
Die Jury beschreibt ihn als fast 80 Jahre alt und nach wie vor im Betrieb tätig. Die Nachrichtenagentur EFE nennt dagegen 1949 als Geburtsjahr, womit er 76 oder 77 Jahre alt wäre. Beide Angaben passen zum Namen der Kategorie.
Fünfundsechzig Jahre an derselben Adresse sind eine Laufbahn, die keine Jury erklären muss.
Wie Jaume Subirós an die Spitze des Motel Empordà kam
Nach Angaben der Akademie trat Subirós 1961 im Alter von elf Jahren als Page in das Motel ein. Es war das Jahr, in dem Josep Mercader das Haus am Stadtrand von Figueres in Katalonien eröffnete. Subirós absolvierte seine Ausbildung in Barcelona und kehrte zurück, um an der Seite des Gründers zu arbeiten.
Mercader starb 1979. Subirós, damals etwa dreißig Jahre alt, übernahm die Leitung gemeinsam mit Anna Maria Mercader und hat sie seit mehr als vier Jahrzehnten inne. Die Akademie erklärt, dass die nächste Generation der Familie inzwischen an der täglichen Führung des Betriebs beteiligt ist.
Das spanische Fachmedium Hule y Mantel zählt die Gerichte auf, die mit dem Haus verbunden sind: den Salat aus jungen Dicken Bohnen mit Minze, die taps de Cadaqués, den Hasen à la royale sowie den Käsewagen und den Dessertwagen. Die Karte folgt der Saison, schreibt das Medium, mit zarten Dicken Bohnen, Morcheln, schwarzen Rüben und Wild, je nachdem, was gerade geliefert wird.
Zwei nationale Preise in einem Jahr
Es ist bereits die zweite Auszeichnung mit dem Wort „national“ im Namen, die Subirós im Jahr 2026 erhält, und es handelt sich um zwei verschiedene Dinge. Im Juni verlieh ihm die Acadèmia Catalana de Gastronomia i Nutrició in Barcelona ihren Premi Nacional de Gastronomia Tradicional. Jener Preis ist katalanisch, dieser ist spanisch. Keiner von beiden hat etwas zu tun mit den Premios Nacionales de Hostelería, die der Branchenverband Hostelería de España getrennt davon vergibt.
Die übrigen Preisträger dieses Jahres hatte die Akademie schon im Juli bekannt gegeben: Pedro Sánchez vom Bagá als besten Küchenchef, Casto Copete vom Nou Manolín für die Serviceleitung, Mohamed Benabdallah vom Etxebarri als besten Sommelier, Pilar Salas für Kommunikation und Josep Bernabeu für Forschung und Innovation.
Die Preise werden seit 1974 vergeben, und dies ist die 52. Ausgabe. Die Verleihung findet im Palacio de Congresos El Greco statt. Jaume Subirós reist nach Toledo, um dort einen Preis für ein Arbeitsleben entgegenzunehmen, das sich fast vollständig an einer einzigen Adresse in Figueres abgespielt hat.


