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Conxemar 2026 bringt 800 Aussteller ins ausgebuchte Vigo

Die Messe für tiefgekühlte Fisch- und Meeresprodukte läuft vom 6. bis 8. Oktober, davor tagt ein FAO-Kongress zu Handel, KI und Rückverfolgbarkeit. 2025 wurden Geschäfte über 831,7 Millionen Euro abgeschlossen.

Rotes Fischerboot am Kai im Hafen von Vigo, daneben sortiert die Besatzung die Netze
Archivbild · Photo: José Antonio Gil Martínez · Wikimedia Commons · CC BY 2.0

Conxemar 2026, die 27. Internationale Messe für tiefgekühlte Fisch- und Meeresprodukte, öffnet am 6. Oktober in Vigo; erwartet werden laut Europa Press mehr als 800 Aussteller aus knapp 50 Ländern. Die gesamten 37.000 Quadratmeter des Messegeländes Ifevi sind belegt.

Conxemar 2026 dauert bis zum 8. Oktober und ist für das allgemeine Publikum nicht zugänglich: Akkreditiert werden ausschließlich Fachbesucher. Die Ausgabe des vergangenen Jahres hat die Messlatte auf 812 Aussteller aus 46 Ländern, 30.405 Besucher und abgeschlossene Geschäfte im Wert von 831,7 Millionen Euro gelegt. Diese Summe entspricht nach Angaben der Lokalzeitung Atlántico rund 4,5 Prozent des Jahresumsatzes der spanischen Fisch- und Meeresfrüchteindustrie.

Worüber der FAO-Kongress in Vigo berät

Eine Messe mit 831,7 Millionen Euro an Abschlüssen im Vorjahr hat keinen Platz mehr für einen weiteren Stand.

Den Messetagen geht am Montag, dem 5. Oktober, der 14. Internationale Kongress Conxemar FAO MAPA voraus. Er findet im Gebäude von Afundación im Zentrum von Vigo statt und steht unter dem Titel „Smart blue leadership“. Der spanische Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung, Luis Planas, soll ihn um 9 Uhr eröffnen und außerdem ein Memorandum über die Zusammenarbeit mit Namibia in Fischerei und Aquakultur unterzeichnen.

Das Programm umfasst vier Sitzungen: gleiche Wettbewerbsbedingungen im internationalen Handel mit Fischprodukten, künstliche Intelligenz und digitale Rückverfolgbarkeit, Konsumgewohnheiten sowie Innovation, darunter das kommerzielle Potenzial von Algen. Zu den Rednern gehören Jingjie Chu von der Weltbank, Miguel Bernal von der Allgemeinen Kommission für die Fischerei im Mittelmeer der FAO und Shakuntala Thilsted, die Trägerin des Welternährungspreises 2021. Den Abschluss des Tages bildet ein Interview mit María Neira, die früher Direktorin bei der Weltgesundheitsorganisation war.

Die Tagesordnung trifft auf einen Markt, in dem der Preis ebenso schwer wiegt wie die Versorgung. Im September erreichte der FAO-Lebensmittelpreisindex den höchsten Stand seit November 2022, und Fisch gehört zu den Posten, die Einkäufer in der Gastronomie besonders genau beobachten.

Conxemar 2026 ist seinem Gelände entwachsen

Die Grenze des Wachstums ist räumlich. Atlántico berichtete am 1. September, dass Conxemar-Präsident Eloy García mindestens eine neue Halle und eine breitere Fußgängerbrücke am Ifevi fordert, bevor Aussteller abgewiesen werden müssen, und dass der Mangel an Hotelbetten manche Delegationen nach Santiago de Compostela und Ourense ausweichen lässt.

Dem Publikum bleibt ein Abend. Am 2. Oktober belegte das dritte Conxemar Fest die Puerta del Sol in Vigo mit fünf galicischen Bands, die aus 168 Bewerbungen ausgewählt worden waren und um Preisgelder von insgesamt 10.000 Euro spielten, sowie mit drei Foodtrucks, die Tapas aus tiefgekühltem Fisch und Meeresfrüchten anboten. Die galicische Regionalministerin für das Meer, Marta Villaverde, sprach von einer „perfekten Allianz zwischen Musik und Gastronomie“, die junge Menschen für Fisch gewinnen soll.

Ob das gelingt, wird sich in den Auftragsbüchern dieser Woche nicht zeigen. Die Zahl, auf die es am Donnerstag zum Abschluss von Conxemar 2026 ankommt, ist eine andere: ob die Abschlüsse die 831,7 Millionen Euro des Vorjahres übertreffen, und zwar auf einem Gelände, auf dem kein einziger weiterer Stand mehr Platz findet.

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