Restaurant Bulbul Blackfriars eröffnet mit regionaler Speisekarte
Koch Rohan D'Souza und Gastronomin Twinkle Keswani haben eine 130 Jahre alte Druckerei in einen mikroregionalen indischen Speisesaal in London verwandelt.

Restaurant Bulbul Blackfriars hat in der Tudor Street 25 eröffnet, das erste Restaurant außerhalb Goas von Rohan D'Souza und Twinkle Keswani, dem Duo hinter Pisco by the Beach.
Das Gebäude, eine ehemalige, 130 Jahre alte Druckerei, wurde in einen Speisesaal mit gebürsteten Samtsofas, goldenen Serviettenhaltern und einem Wasserbrunnen im Innenraum umgebaut – ein bewusster Schritt weg von der Sichtziegel-Optik, die viele jüngste indische Eröffnungen in London prägt.
D'Souza, der seine Karriere in London bei Marco Pierre White begann, baute die Speisekarte auf einem mikroregionalen Ansatz auf, entwickelt nach Reisen durch Indien und Zeit in Privatküchen und auf lokalen Märkten.
Die Gerichte, die wir servieren, reisen selten über ihre Herkunftsregion hinaus.
Gerichte, die selten reisen
Statt einer pan-indischen Auswahl an Klassikern konzentriert sich Bulbul auf Rezepte und Techniken, die laut den Gründern selten außerhalb ihrer Herkunftsregion auftauchen und direkt von Köchinnen und Köchen stammen statt aus bestehenden Restaurant-Repertoires.
Der Name Bulbul bezieht sich auf einen in ganz Indien verbreiteten Singvogel, gewählt, so die Gründer, um die Vielfalt regionaler Stimmen widerzuspiegeln, die die Karte abbilden will, statt einer einzigen Nationalküche.
Die Eröffnung folgt auf monatelange Erwartung, seit das Restaurant im Frühjahr angekündigt wurde; die Fachpresse begleitet das Projekt als Test, ob Londoner Gäste bereit sind, für gründlich recherchierte Regionalküche mehr zu zahlen als für vertraute Curryhaus-Klassiker.
Ein dichtes Jahr für indische Eröffnungen
Bulbul siedelt sich am Rand der City an, einer bei großformatigen Restaurants zunehmend beliebten Lage, nicht weit von Juno, dem neuen italienischen Restaurant, das bei Olympia eröffnet, während Betreiber die Laufkundschaft von Beschäftigten und Besuchern rund um Blackfriars und die City suchen.
Bulbul reiht sich in eine Serie ambitionierter indischer Restauranteröffnungen in London in diesem Jahr ein, während sich Betreiber von der Förmlichkeit des Festmenüs hin zu persönlicheren, von Köchen geprägten Konzepten mit höheren Preisen bewegen.
Die Gründer haben die Investitionssumme für den Umbau nicht genannt, doch die Größe des Interieurs deutet auf eine langfristige Wette auf den Standort statt auf einen kurzlebigen Pop-up hin. Erste Kritiken befassen sich fast ebenso stark mit dem Raum wie mit dem Essen, ein Zeichen dafür, dass die Investition in die Gestaltung schon jetzt prägt, wie über das Restaurant gesprochen wird.
Quellen
- Time Out London · 2026-08-27
- Restaurant Online · 2026-09-11


