Guide Michelin Spanien nimmt 20 neue Restaurants auf
Die Inspektoren listen Ramón Freixas neues Restaurant auf Formentera, eine japanisch-navarresische Theke in Pamplona und eine frühere Bocadillo-Bar bei Valencia. Die Sterne folgen am 24. November in Huesca.

Der Guide Michelin Spanien hat am 17. September 20 Restaurants in seine spanische Auswahl aufgenommen, von Ramón Freixas neuem Restaurant in einem Hotel auf Formentera bis zu einer Sushi-Theke in Pamplona, wie das spanische Nachrichtenportal Que.es berichtet. Einen Stern hat noch keines davon. Die Neuzugänge tragen auf der Website und in der App des Guides das Etikett „Neu“; Sterne und Bib Gourmands werden bei der jährlichen Gala vergeben, so Que.es.
Von Cala Saona in ein hundertjähriges Haus
Auf Formentera liegt Sol Post Ramón Freixa im Hotel Cala Saona. Das Degustationsmenü Terres Margantes baut auf Produkten der Insel auf; ein Gericht verbindet Espardeñas, die an der spanischen Küste begehrten Seegurken, mit Reis und knuspriger Socarrat.
Ein Platz im Guide ist eine erste Auswahl; über die Sterne entscheidet Huesca im November.
In Pamplona führen Yike Feng und Dong Li das Koku, ein Paar aus der chinesischen Provinz Zhejiang, das sich bei der Arbeit in San Sebastián kennengelernt hat. Neben Sushi steht ein Fusionsmenü mit rund elf Gängen auf der Karte, das Produkte aus Navarra mit asiatischen Würzmitteln kombiniert.
In Barcelona verbindet das Chambacú unter dem kolumbianischen Koch Santiago Sánchez vorkoloniale Wurzeln, koloniales Erbe und afrikanische Einflüsse in drei Räumen: El Patio, Candela und Memoria. In Torrent bei Valencia begann Farigola & Menta vor zwei Jahrzehnten als einfache Bocadillo-Bar; unter David Joaquín serviert es heute eine herzhafte Torrija mit Bloody-Mary-Emulsion, geräuchertem Aal und Forellenrogen.
Alberto Molineros Erre de Roca ist von Miranda de Ebro in ein hundertjähriges Haus in Ventas de Armentia umgezogen und bietet zwei Degustationsmenüs, Caliza und Arcilla. Die übrigen 15 Neuzugänge sind Angelita und Boccondivino in Madrid, APAR und Milla Lore 124 in San Sebastián, LiliCook Cocina und Portal del Lino in Salamanca, Aquiara in Ciutadella de Menorca, Ciento80 auf Ibiza, Sa Talassa in Santa Eulària, Vereda in Ávila, Barra/M in Barcelona, No Existe in Pozuelo de Alarcón, é Restaurante in Marín, Mirador de Deyo in Villamayor und Versátil-Bodega in Zarza de Granadilla.
Was beim Guide Michelin Spanien als Nächstes kommt
Im Sommer nahm der Guide 47 Restaurants auf, 12 im Juni, 20 im Juli und 15 im August, berichtete InfoHoreca am 1. September.
Welche davon Sterne erhalten, zeigt sich am 24. November, wenn die Auswahl 2027 im Palacio de Congresos in Huesca vorgestellt wird. Carmelo Bosque, Küchenchef des Lillas Pastia in derselben Stadt, verantwortet das Galadinner, berichtete El Español im Mai. Die Provinz Huesca hat laut demselben Bericht 18 Restaurants im Guide 2026, acht davon mit Sternen.
Der September bringt der spanischen Spitzengastronomie nicht nur Neuzugänge. Madrid hat in diesem Monat das Sternerestaurant Santerra verloren, und in Barcelona tauscht Slow & Low seinen Michelin-Stern gegen Tapas. Die Liste des Guides wächst; die Sternekarte wird im November neu gezeichnet.
Quellen
- Que.es · 2026-09-17
- InfoHoreca · 2026-09-01
- El Español (Aragón) · 2026-05-27


