Sushiro eröffnet in New York mit 5-Dollar-Sushi, ohne Trinkgeld
Japans größte Förderband-Sushi-Kette tauscht 331 Filialen in Asien gegen drei Stockwerke am Times Square, mit Tellern ab 5 Dollar.

Sushiro New York eröffnet im Oktober als erstes US-Restaurant der Kette, in einem dreistöckigen Gebäude an der Eighth Avenue Ecke 42nd Street am Times Square, wo zuvor ein McDonald's war.
Die japanische Kette, die zu Food & Life Companies (F&LC) gehört, ist der weltweit größte Kaiten-Zushi-Betreiber mit 331 Filialen in Asien, Stand August. New York ist der erste Standort außerhalb Asiens, abgesehen von einer Izakaya, die 2024 in Boston eröffnete.
Die 836 Quadratmeter große Filiale bietet auf den ersten beiden Stockwerken rund 150 Sitzplätze. Teller fahren auf den Förderbändern, die Sushiro in Japan bekannt gemacht haben, und Gäste bestellen Extras über Touchscreens statt das Personal zu rufen.
Die größte Stadt der Welt und ein Ort, von dem aus sich Informationen weltweit verbreiten.
Die Preise beginnen bei 5 Dollar pro Teller für Nigiri mit Großaugenthunfisch oder Garnele. Otoro vom Blauflossenthun kostet 10 Dollar, eine auf den amerikanischen Geschmack zugeschnittene Garnelen-Doppelkäserolle 14 Dollar. Die meisten der rund 200 Gerichte auf der Karte liegen zwischen 5 und 10 Dollar.
Kein Trinkgeld, keine Ausnahmen
Das Restaurant setzt keine Trinkgeldzeile auf die Rechnung, eine Seltenheit in der New Yorker Gastronomie und ein Zeichen, dass F&LC sein japanisches Servicemodell importieren statt an lokale Gewohnheiten anpassen will. Personal nimmt Sonderwünsche über die Touchscreens entgegen, während das Band den Großteil der Zustellung übernimmt.
F&LC-Präsident Masahiro Yamamoto nannte New York „die größte Stadt der Welt und einen Ort, von dem aus sich Informationen weltweit verbreiten", und rückt die Eröffnung damit ebenso als Marketingcoup wie als Geschäft ins Bild. Die Kette misst Erfolg an Wiederholungsbesuchen, nicht nur an den Schlangen der Eröffnungswoche.
Teil einer größeren Auslandsoffensive
Der Start passt zu einem größeren Ziel: F&LC will bis 2035 55 Prozent des Konzernumsatzes im Ausland erzielen, auf dem Weg zu einem Gesamtumsatz von 1 Billion Yen. Konkurrent Kura Sushi betreibt bereits Dutzende Filialen in den USA und hat frisches Kapital für weiteres Wachstum.
Auch sonst wächst New Yorks Restaurantszene weiter, mit Daniel Humms Rückkehr ins West Village als einer der größeren Eröffnungen der Saison. Ob 5-Dollar-Nigiri in einer Stadt mit reichlich Omakase-Theken für 300 Dollar sein Publikum findet, ist die eigentliche Prüfung, die Sushiro im Oktober besteht.
Quellen
- Food & Life Companies · 2026-09-01
- Nikkei Asia · 2026-09-01
- Time Out New York · 2026-09-05


