Chipotle startet in Südkorea mit Joint Venture in Seoul
Chipotle eröffnete am 2. September sein erstes Restaurant in Asien, in Seoul, und tritt mit einem Joint Venture mit Sangmidang Holdings statt mit einer Lizenz in Südkorea an.

Chipotle hat am 2. September in Seoul sein erstes Restaurant in Asien eröffnet und tritt mit einem Joint Venture mit dem lokalen Konzern Sangmidang Holdings in Südkorea an, statt wie sonst über Lizenzen.
Das Restaurant mit 96 Sitzplätzen liegt am Gangnam-daero 423 im Bezirk Seocho, nur wenige Schritte vom Bahnhof Gangnam entfernt. Es firmiert als S&C Restaurants Holdings, ein Joint Venture zwischen Chipotle und Big Bite Company, einer Tochter von Sangmidang Holdings, dem Konzern, der früher SPC Group hieß.
Südkorea als Testmarkt
Er hilft dabei, einen Standard dafür zu setzen, wie wir in der Region wachsen.
Das Joint Venture hält die exklusiven Rechte für den Ausbau in Südkorea und Singapur. Chipotle-Chef Scott Boatwright nannte den Markt mehr als nur den ersten Standort in Asien: „Er hilft dabei, einen Standard dafür zu setzen, wie wir in der Region wachsen."
Bis Ende 2026 sollen zwei weitere Restaurants im Raum Seoul folgen, alle in eigener Regie, ohne Franchise. Der erste Standort in Singapur ist für 2027 geplant, nachdem Sangmidang und Chipotle die lokale Beschaffung von Reis, Gemüse und Milchprodukten aufgebaut haben.
Sangmidang bringt Größe, keine Erfahrung mit mexikanischem Essen: Der Konzern betreibt rund 7.000 Standorte unter etwa 30 Marken, darunter Paris Baguette, und hält die Rechte an Dunkin' und Shake Shack in Korea.
Preise unter der US-Karte
Ein Hähnchen-Burrito oder eine Bowl kostet 12.800 Won (9,50 Dollar), Carnitas 13.800 Won, Rind oder Barbacoa 14.800 Won, Guacamole kostet 3.200 Won extra. Zum Kurs des Tages sind das 33 bis 37 Prozent weniger als vergleichbare Bestellungen in New York, und Zutaten wie Reis, Bohnen, Salsa und saure Sahne kosten keinen Aufpreis.
Der Preisvorteil und die Neugier der Eröffnungswoche sorgten für Schlangen von rund 150 Personen und Wartezeiten von zwei bis drei Stunden am ersten Wochenende, bei Temperaturen um 30 Grad, weshalb das Personal schwarze Regenschirme verteilte. „Es ist auch billiger, also gibt es keinen Grund, nicht zu warten", sagte ein Büroangestellter der Korea JoongAng Daily.
Sangmidang-Präsidentin Hee-soo Hur beschrieb den Reiz anders und verwies auf „Auswahl, Qualität und die Freiheit jedes Gastes, sich sein eigenes Gericht zusammenzustellen" statt auf den Preis.
Ob die dreistündigen Schlangen in Südkorea die Neuheit der Eröffnung überdauern, ist der Test, den Chipotle fährt, bevor es entscheidet, wie schnell es durch den Rest Asiens zieht. Auch anderswo war Südkoreas Lebensmitteldiplomatie aktiv: diesen Monat unterzeichnete das Land zudem einen Kaffee-Deal mit Uganda.
Quellen
- Korea JoongAng Daily · 2026-09-02
- Korea JoongAng Daily · 2026-09-07
- Chipotle Newsroom · 2026-09-02
- CNBC · 2026-09-09


