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Aburi Hana eröffnet in Toronto neu mit neuer Chefin

Ein Jahr nach dem Abgang seiner Kaiseki-Chefin kehrt das Michelin-Restaurant mit Konditorin Aiko Uchigoshi am Herd und einer Edo-zeitlichen A-la-carte-Karte zurück.

Ein Tablett mit kleinen japanischen Kaiseki-Gerichten mit Spießen und lackierten Schalen
Foto · Photo: Gu Ko · Pexels · Pexels License

Aburi Hana hat an der Yorkville Avenue in Toronto mit Aiko Uchigoshi als Küchenchefin wiedereröffnet, ein Jahr nachdem das Michelin-Restaurant für Renovierungsarbeiten geschlossen hatte und die Chefin verlor, die seinen Ruf begründet hatte. Die neue Karte verabschiedet sich vom Kaiseki-Degustationsformat zugunsten einer japanischen Küche der Edo-Zeit à la carte, aufgebaut auf Nigiri, gegrillten Spießen und kleinen Gerichten, die über den Abend verteilt bestellt werden statt in fester Abfolge serviert zu werden.

Uchigoshi kam als Konditorin zu Aburi Hana und leitet nun die Küche, befördert nach dem Abgang von Ryusuke Nakagawa im Jahr 2025, der Chefin, die aus Japan geholt wurde, um das Restaurant zu eröffnen. Nakagawas Kaiseki-Menü hatte dem Restaurant 2022 einen Michelin-Stern eingebracht und einen Platz in Kanadas 100 Best Restaurants, wo es 2025 auf Platz 29 kletterte.

Eine Edo-zeitliche Karte ersetzt Kaiseki

Ein Degustationsmenü ist ein Versprechen; die Karte ist eine Verhandlung mit dem Gast.

Der Wechsel vom mehrgängigen Kaiseki-Degustationsformat zum À-la-carte-Essen ist eine bewusste Neupositionierung und keine Herabstufung: Die Küche der Edo-Zeit bevorzugt schnelle, direkte Zubereitungen, näher an einer alten Tokioter Sushi-Theke als an einem formellen Degustationsmenü. Besitzer Seigo Nakamura und die Aburi Restaurant Group, die auch die Schwesterlokale von Aburi Hana betreibt, begleiteten die Renovierung und den Konzeptwechsel gemeinsam mit Uchigoshi.

Michelin-Inspektoren hatten zuvor Nakagawas „moderne Interpretation“ des Kyoto-Kaiseki gelobt, eine Beschreibung, die auf das Lokal nicht mehr zutrifft. Aburi Hana behält seinen Stern vorerst, bis zur nächsten Michelin-Auswahl für Toronto am 22. September, der ersten Gelegenheit für die Inspektoren, das neue Format schriftlich festzuhalten.

Ein Test für Torontos japanische Szene

Torontos Michelin-Liste hat sich seit dem Start des Guides 2022 stark auf japanische Küchen gestützt, und eine für Kaiseki bekannte Adresse, die Besitzer und Format wechselt, ist ein größerer Test als ein gewöhnlicher Chefwechsel. Gäste, die Aburi Hana wegen des Degustationsmenüs buchten, finden nun einen kürzeren, günstigeren Weg in dieselbe Küche; wer gezielt Kaiseki sucht, hat in Toronto jetzt weniger Adressen zur Auswahl.

Uchigoshi hat noch keinen festen Kartenpreis bekanntgegeben und sagt nur, dass im Laufe des Herbstes Gerichte hinzukommen, während sich die Küche in das neue Format einfindet. Der Wandel bei Aburi Hana spiegelt ein breiteres Muster in der japanischen Spitzengastronomie wider, wo À-la-carte-Formate gegenüber dem festen Degustationsmenü an Boden gewinnen.

Ob Aburi Hana seinen Stern behält, zeigt sich bei der Zeremonie des Guide Michelin Toronto 2026, der ersten Gelegenheit für die Inspektoren, sich zur neuen Küche zu äußern.

Quellen

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