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PorträtsSaulieu

Air France holt seinen Saulieu-Koch für das Business-Menü

Louis-Philippe Vigilant, Küchenchef des zweifach besternten Relais Bernard Loiseau im Burgund, hat zwölf Gerichte für Business-Flüge aus der französischen Karibik entworfen.

Ein edel angerichteter Teller mit gebratenem Fisch, Kräuterpüree und knuspriger Garnitur, der Stil, den Air France jetzt in Business serviert
Foto · Photo: Amar Preciado · Pexels · Pexels License

Air France hat Louis-Philippe Vigilant, den Koch von Air France an der Spitze des mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Relais Bernard Loiseau in Saulieu im Burgund, zum neuen Signature-Koch für die Business-Menüs auf Flügen aus der französischen Karibik und Französisch-Guayana ernannt.

Das neue Menü startet am 1. November 2026 auf den Langstrecken ab Pointe-à-Pitre, Fort-de-France, Saint-Martin und Cayenne nach Paris-Charles de Gaulle sowie auf ausgewählten Flügen im regionalen Karibiknetz der Airline.

Vigilant, geboren auf Martinique, kam 2006 als Commis Chef in die Küche von Saulieu und arbeitete sich unter Küchenchef Patrick Bertron, dem langjährigen Chef des Hauses, nach oben. Im Januar 2022 kehrte er als stellvertretender Küchenchef zurück und leitet heute die Küche, die Bernard Loiseaus zwei Sterne trägt.

Eine Zwei-Sterne-Sauce muss den Wagen und das Aufwärmen überstehen, egal wo sie erdacht wurde.

Von einer Burgund-Küche auf 10.000 Meter

Gemeinsam mit Servair, dem Bordcatering-Partner von Air France, entwickelte er zwölf Gerichte auf Basis lokaler und saisonaler Zutaten – ein Auftrag, der ebenso von den Grenzen der Bordküche wie von seinem eigenen Repertoire geprägt war. Die Gerichte kommen in den kommenden Monaten nach und nach auf die Karte, nicht alle auf einmal.

Die Airline nennt zwei Gerichte: ein Pot-au-feu aus Fisch und Meeresfrüchten mit Madras-Currysauce und Ingwergemüse sowie eine geschmorte Rinderbacke in burgundischer Sauce, serviert mit Kartoffelpüree mit Cazette-Haselnuss. Das weitere Menü umfasst zudem vegetarische Optionen sowie Gerichte mit Fisch, rotem Fleisch und Geflügel.

Die Mahlzeiten in der Premium-Kabine auf denselben Strecken bleiben bei Frédéric Simonin, Küchenchef seines eigenen, mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurants in Paris – seine Vereinbarung mit der Airline ändert sich nicht. Business-Passagiere können ihr warmes Gericht bis zu 24 Stunden vor Abflug vorab wählen, eine Regelung, die Air France als Maßnahme gegen Essensverschwendung an Bord beschreibt.

Der vierte Name auf der Karibik-Liste

Air France bezeichnet Vigilant als den vierten Koch, auf den die Airline für diese Abflüge aus der Karibik und Guayana setzt – nach Marcel Ravin 2019 und der auf Guadeloupe geborenen Babette de Rozières 2017. Seit fast zehn Jahren setzt die Airline bei dieser Streckengruppe auf namhafte Köche mit regionalen Wurzeln.

Ob eine Burgund-Sauce ihren Charakter nach Wagen und Aufwärmen behält, bleibt die übliche Frage beim Fine Dining in der Luft – ein ganz anderes Thema als am Boden, wo Bruno Verjus gerade erklärte, Fine Dining sei tot, als er sein Pariser Restaurant Table schloss. Vigilants Gerichte kommen ab November schrittweise, sodass Passagiere auf der Antillen-Route mehrere Monate Zeit haben, es herauszufinden.

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