CHEF:IN Awards Hamburg rückt Köchinnen ins Rampenlicht
Eine neue Zeremonie nur für Köchinnen vergibt ihren ersten Titel Köchin des Jahres an Julia A. Leitner und Sarah Hallmann von Hallmann & Klee.

Die CHEF:IN Awards Hamburg vergaben am 14. September ihre ersten Preise, die erste Zeremonie, die ausschließlich um Frauen in der deutschen Spitzengastronomie gebaut ist.
Julia A. Leitner und Sarah Hallmann von Hallmann & Klee teilten sich den Titel Köchin des Jahres, überreicht von Transgourmet Cook im Foodlab Hamburg. Larissa Metz vom Vendôme in Bergisch Gladbach und Emma Betti vom Tantris Maison Culinaire in München gewannen den Patissière-Preis, und Ilona Scholl vom Tulus Lotrek wurde Gastgeberin des Jahres, unter insgesamt neun Preisen in sieben Kategorien.
Die Veranstalter bauten den Abend um eine konkrete Zahl: Rund vier Prozent von Deutschlands preisgekrönten Spitzenköchen sind Frauen, eine Lücke, die so groß ist, dass eine allgemeine, nicht nach Geschlecht getrennte Auszeichnung selten dieselben Namen wiederholt.
Rund vier Prozent von Deutschlands preisgekrönten Spitzenköchen sind Frauen.
Eine Kategorie, die eine Lücke schließen soll, nicht feiern
CHEF:IN wurde als Korrektiv konzipiert, nicht als Nischen-Nebenschauplatz, wie die Organisatoren im Vorfeld der Zeremonie betonten. Die üblichen Kategorien der Spitzengastronomie, Küchenchefin, Patissière, Gastgeberin, Sommelière, für einen Abend nach Geschlecht zu trennen, löst weder Einstellung noch Aufstieg tiefer in einer Küche, setzt aber Namen vor Guides und Fachpresse, die eine gemischte Auszeichnung tendenziell übersieht.
Der Sieg von Hallmann & Klee verschafft dem Restaurant einen eigenen Moment nach Jahren weitgehend im Schatten größerer Adressen im Kölner Umland, und gibt Leitner und Hallmann einen geteilten Titel, ungewöhnlich in einer Disziplin, die noch immer lieber einen einzelnen Namen am Herd sieht als zwei gemeinsam.
Wo es neben Deutschlands anderen Listen steht
Die Zeremonie fällt in denselben September, in dem StarChefs seinen eigenen Rising-Stars-Jahrgang in der Bay Area kürte und Food & Wine seine Best New Chefs in New York vorstellte – Teil eines für Kochauszeichnungen spürbar ungewöhnlich vollen Herbsts auf beiden Seiten des Atlantiks in diesem Jahr. Ob CHEF:IN zu einem festen jährlichen Termin im Kalender wird, hängt davon ab, was Transgourmet und Foodlab Hamburg für nächstes Jahr konkret zusagen wollen, eine Entscheidung, die nach Angaben der Organisatoren noch offen und bislang unbestätigt ist.
Quellen
- Feast Journal · 2026-09-14
- Restaurant Ranking · 2026-09-10


