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Reisimporte der Philippinen verlagern sich auf Bruchreis

Manila lässt keinen Premiumreis mit 5 Prozent Bruchanteil mehr ins Land. Importeure weichen auf einfachere Qualitäten aus, während Chinas Futtermittelbranche denselben Bruchreis kauft.

Bauern dreschen frisch geernteten Reis auf einem Feld in Gigmoto, Philippinen
Foto · Photo: John Lester Pantaleon · Pexels · Pexels License

Die Reisimporte der Philippinen verschieben sich zu billigerem Reis mit höherem Bruchanteil, seit Manila Premiumreis mit 5 Prozent Bruch die Einfuhr verwehrt, wie aus dem Septemberbericht des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) hervorgeht, über den The Philippine Star am 14. September berichtete.

Die Regel ist einfach. Reis wird nach dem Anteil gebrochener Körner in einer Ladung gehandelt, und 5 Prozent Bruch ist die polierte Qualität, die zur meistgegessenen Importsorte des Landes geworden war. Seit Juli stellt das Landwirtschaftsministerium dafür keine Einfuhrfreigaben mehr aus. Partien mit höherem Bruchanteil kommen weiterhin ins Land.

Warum Manila Premiumreis sperrt

Bauern mit schlechterem Importreis zu schützen, funktioniert nur, wenn sich die Ernte auch verkauft.

Landwirtschaftsminister Francisco Tiu Laurel Jr. kündigte die Maßnahme Anfang Juli an, Importeure und Händler stimmten ihr grundsätzlich zu. Im Visier ist die Ernte von Mitte September bis Oktober. Im selben Zeitraum des Vorjahres fiel der Erzeugerpreis für Palay, ungeschälten Reis, auf 8 bis 12 Pesos je Kilo und damit unter die Produktionskosten.

Seine Begründung war unverblümt: Importreis gewinnt über die Qualität, also muss Reis minderer Qualität importiert werden. „Wir müssen Reis geringerer Qualität importieren, damit unser heimischer Reis eine Chance hat“, sagte er laut GMA News. Die Zollkommission prüft zudem auf Antrag des Ministeriums Schutzmaßnahmen gegen Reisimporte.

Das USDA bezeichnet die Philippinen als größten Reisimporteur der Welt und erwartet, dass Käufer wegen der Regel mehr Reis mit höherem Bruchanteil ordern. Vietnam bleibt wichtigster Lieferant, Myanmar, Thailand und Pakistan sind neuere Herkunftsländer. „Diese Exporteure dürften sich auf einen höheren Bruchanteil in Lieferungen an die Philippinen einstellen“, heißt es im Bericht.

Reisimporte der Philippinen treffen auf Chinas Futterbedarf

Der Zeitpunkt ist ungünstig. Bruchreis, ein Nebenprodukt der Vermahlung, ist genau das, was Chinas Futtermittelbranche sucht. Das USDA rechnet für 2026 mit chinesischen Reisimporten von 4,3 Millionen Tonnen. In den ersten sieben Monaten kaufte China fast 1,4 Millionen Tonnen Bruchreis, so viel wie seit dem Rekord von 2022 nicht mehr. Indien hat Myanmar als wichtigsten Lieferanten überholt und im Juli die Sätze für Bruchreis zur Ethanolherstellung angehoben, wodurch mehr Reis im Land bleibt.

Der Druck erreicht die traditionellen Käufer von billigem Bruchreis. Senegals Bruchreisimporte sanken im ersten Halbjahr 2026 um 35 Prozent, so das USDA, weil Indien China bevorzugt und thailändischer Bruchreis wegen der Unsicherheit um El Niño am wenigsten wettbewerbsfähig bleibt. Die Preise ziehen an.

Die Probe für Manila findet auf dem Hof statt, nicht im Hafen: Die Ernte wird bis Ende Oktober verkauft, Maßstab sind die 8 Pesos des Vorjahres. Wie beim Olivenölpreis vor der neuen spanischen Ernte entscheidet sich die Geschichte auf dem Feld.

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