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Juno Kitchen Barcelona bringt elf Produzentinnen auf den Tisch

Der Frauenclub Juno House eröffnet in seinem Haus an der Aribau ein Business-Restaurant, dessen erste Saison sich um elf Frauen aus der Lebensmittelbranche dreht.

Katalanische Gerichte zum Teilen auf einem Holztisch: Miesmuscheln, Oktopus, Bravas und Tomatenbrot
Archivbild · Photo: Flora Cruells Benzal · Pexels · Pexels License (archive image)

Juno Kitchen Barcelona, das neue Restaurant des privaten Frauenclubs Juno House, wurde am 14. Oktober am Sitz des Clubs an der Ecke Carrer d'Aribau und Avinguda Diagonal vorgestellt. Die erste Saison, die bis Dezember läuft, dreht sich um elf Frauen aus der Branche, von einer Fischhändlerin der Boqueria bis zu einer Konditorin in dritter Generation.

Das Konzept richtet sich an Geschäftsleute: ein Tagesmenü mit traditioneller Küche zum Teilen, private Räume für Firmenessen und Besprechungen, Catering sowie ein Programm kulinarischer Veranstaltungen, die von Frauen geleitet werden. Die Acadèmia Catalana de Gastronomia i Nutrició ist beteiligt und soll das Restaurant mit Köchinnen, Köchen und anderen Persönlichkeiten der Branche zusammenbringen, wie Business People berichtet. Wer die übrige Stadt erkunden möchte, beginnt am besten mit unserem Führer was essen in Barcelona.

Juno House hat weder einen Menüpreis noch Öffnungszeiten veröffentlicht, und keiner der Berichte sagt, ob auch Nichtmitglieder einen Tisch reservieren können. Auch der Name der Person, die täglich am Herd steht, wurde bisher nicht genannt.

Ein Clubrestaurant, das die Namen seiner Lieferantinnen so groß auf die Karte schreibt wie seine Gerichte.

Wer hinter Juno Kitchen Barcelona steht

Die elf Namen der Eröffnungssaison sind überwiegend Produzentinnen, Handwerkerinnen und Unternehmerinnen, nicht Restaurantköchinnen. Dazu gehören Lluïsa Ripoll, Geschäftsführerin von Peix.cat und Vizepräsidentin des Mercat de la Boqueria; Carme Sàbat von der Pastisseria Sàbat; Cristina Hu, Gründerin des Café Lisu; Valentina Pizzuti von Valentina e Pasqualina; Fatoumata Sawaneh, Gründerin von Nia; die Olivenbäuerin Carla Gili von Anècdota Rural; die Keramikerin Núria de Frutos; die Sommelière Patricia Gómez von der Bar del Pla; Julia París von Sobremesas sowie die beiden Mitgründerinnen von Bastida for Work.

Ihre Arbeit landet direkt auf dem Tisch: Olivenöl von jahrhundertealten Bäumen, ein Tiramisu nach dem Rezept einer Großmutter, Magdalenas aus einer Konditorei in dritter Generation und handgefertigte Keramikteller, wie Consumidor Global berichtete. Die Zeitung bezeichnete die Auswahl als elf neue „weiße Kugeln“, den alten Clubbegriff für die Stimme, mit der ein neues Mitglied aufgenommen wird.

Die Zahlen, die der Club ändern will

Beatriz de Vicente, Geschäftsführerin von Juno House, stellte das Restaurant als Verlängerung des Clubzwecks vor. „Sichtbarkeit zu schaffen ist der erste Schritt, damit Chancen entstehen“, sagte sie El Nacional. Wer sich an den Tisch von Juno Kitchen setze, wolle Synergien schaffen, fügte sie hinzu.

Die Zahlen, auf die sich das Projekt stützt, sind deutlich. Frauen stellen mehr als die Hälfte der Beschäftigten im Gastgewerbe, aber nur 19 Prozent der Berufsköche, so Worldchefs. In Spanien werden rund 11 Prozent der Restaurants mit Michelin-Stern, also etwa jedes neunte, von einer Frau geführt, wie das Portal Chef's Pencil ermittelt hat. Der Verband der Landfrauen FADEMUR beziffert den Frauenanteil an der ländlichen Bevölkerung auf 49 Prozent, an den Inhabern landwirtschaftlicher Betriebe aber nur auf 24 Prozent.

Juno House in der Aribau 226 im Viertel Sant Gervasi bezeichnet sich selbst als ersten privaten Club in Spanien, der für Frauen gegründet wurde. Die erste Saison des Restaurants endet im Dezember; das Programm für 2027 ist noch nicht angekündigt.

Quellen

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