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Patatas bravas: Wettbewerb in Palencia geht an Mauro Barreiro

Achtzehn Köche kochten im siebten Finale von Una de Bravas in Palencia. Der Koch des Golfclubs von Sotogrande gewinnt 1.500 Euro, sein Siegergericht kommt im November in ein Hotel in Gibraltar.

Frittierte Kartoffelwürfel mit rosa scharfer Sauce und Chili in einer blauen Schale
Archivbild · Photo: Nano Erdozain · Pexels · Pexels License

Mauro Barreiro, Küchenchef des Real Club Valderrama in Sotogrande (Provinz Cádiz), hat am Montag, dem 28. September, den internationalen Wettbewerb für Patatas bravas in Palencia gewonnen, und zwar mit einem Gericht, das er Bravas Colorás nennt. Das meldete die spanische Nachrichtenagentur EFE.

Das Finale von Una de Bravas, inzwischen in seiner siebten Ausgabe, lief den ganzen Tag über im Hotel Rey Sancho als öffentliches Showcooking, mit Publikum im Saal und einem Livestream im Netz. Veranstalter war Palencia Brava, unterstützt von der Stadtverwaltung und der Provinzregierung. Achtzehn Finalisten standen am Herd: 15 davon hatte ein technisches Komitee ausgewählt, drei kamen über eine lokale Vorrunde in Palencia ins Finale, wie das Gastroportal DSAlicante berichtet.

Platz zwei belegte José Luis Martínez Mora von der Taberna y Media in Madrid mit seinen Bravas Tradición, Platz drei ging an Javier García Albuger vom Asador de la Concepción in Albacete mit den VRAVAS del Asador. Die bisher veröffentlichten Berichte nennen allerdings nur die Namen der Gerichte, nicht die Rezepte dahinter.

Eine Tapa, die in jeder Bar ein paar Euro kostet, hat jetzt eine Jury, ein Podium und einen Livestream.

Wie das Finale der Patatas bravas bewertet wurde

In der Fachjury saßen zwei Köche mit Michelin-Stern, Álvar Hinojal vom Alquimia-Laboratorio in Valladolid und Elena Lucas von La Lobita in Navaleno (Provinz Soria). Dazu kamen der Vorjahressieger Javier Alfaro von Rosi la Loca, der Koch und Food-Influencer Rafael Antonín aus Barcelona sowie drei Journalistinnen und Journalisten von Radio und Gastronomiemagazinen. Eine Publikumsjury stimmte getrennt ab. Ein Finalist, Juan Rivera von der Barcelona Wine Bar in Washington, konnte laut dem Sender COPE aus logistischen Gründen nicht anreisen.

Die Preise fallen bescheiden aus, und auch das sagt etwas über die Kategorie. Barreiro erhält 1.500 Euro in bar von der Brauerei Mahou, 1.500 Flaschen Mineralwasser von Fuentes de Lebanza, eine Videoreportage und ein Werk des Künstlers Antonio Guzmán Capel aus Palencia. Der zweite Platz war mit 1.000 Euro dotiert, der dritte mit 500 Euro. Sonderpreise gingen an La Caverna in Málaga für Innovation, für die Bravas Andaluzas von Pachu Barrera, und an die Taberna y Media für die Präsentation.

Von Sotogrande auf eine Karte in Gibraltar

Patatas bravas, frittierte Kartoffelwürfel unter einer scharfen Sauce, werden meist auf die Madrider Bars der Nachkriegsjahrzehnte zurückgeführt. Sie gehören bis heute zu den günstigsten Klassikern an der spanischen Theke, und das gerade jetzt, da die Restaurantpreise in Spanien schneller steigen als der Einkaufskorb im Supermarkt. Palencia richtet seinen Wettbewerb seit 2020 aus, COPE bezeichnet ihn als den ältesten internationalen Wettbewerb, der sich allein diesem Gericht widmet.

Barreiro kocht in einem Golfclub, der im Ausland eher durch den Ryder Cup von 1997 bekannt ist als durch seine Tapas. Wer die siegreichen Patatas bravas probieren will, muss deshalb eine Grenze überqueren: Laut EFE kommen die Bravas Colorás im November auf die Karte des The Rock Hotel in Gibraltar.

Quellen

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