Gault&Millau nennt 28 Nominierte für die Trophäen 2027
David Toutain und Jérôme Banctel zählen zu den vier Anwärtern auf Koch des Jahres. Eine neue Kategorie zeichnet Sommeliers für alkoholfreie Begleitungen aus, ein Hinweis auf sinkenden Weinkonsum.

Gault&Millau hat 28 Köche, Sommeliers und Servicekräfte für seine nationalen Trophäen 2027 nominiert, die Gewinner werden am 9. November im Carrousel du Louvre in Paris bekanntgegeben. Die Nominierten wurden am 28. September im Atelier du Goût vorgestellt, wie der Guide selbst und Yonder berichten. Gault&Millau bleibt einer der beiden großen nationalen Restaurantführer Frankreichs neben dem Guide Michelin und bewertet Küchen auf einer 20-Punkte-Skala statt mit Sternen.
Vier Köche sind im Rennen um den Hauptpreis, Cuisinier de l'Année: Jérôme Banctel vom Le Gabriel im La Réserve Paris, Philippe Mille vom Arbane in Reims, Julien Roucheteau von La Réserve de Beaulieu und David Toutain, der sein eigenes Restaurant in Paris führt. In der Kategorie Pâtissier de l'Année treten Jonathan Chapuy, Clément Réauté, Margaux Boisson und Valentin Mille gegeneinander an, während vier Namen um Sommelier des Jahres konkurrieren, darunter Paz Levinson von der Groupe Pic.
Eine Trophäe für alkoholfrei und -arm
Eine neue Kategorie würdigt, wer Kombinationen rund um alkoholfreie Getränke neu erfindet.
Der Guide hat dieses Jahr einen neuen Preis eingeführt, Sommelier No-Low de l'Année, für Fachleute, die Gerichte mit alkoholfreien oder alkoholarmen Getränken begleiten. Gault&Millau erklärt, die Kategorie würdige jene, die «die Kombinationen und Erlebnisse rund um alkoholfreie Getränke neu erfinden», und ordnet sie als Reaktion auf den sinkenden Alkoholkonsum in Restaurants ein. Zu den vier Nominierten zählen Elsa Daudet von La Table de Franck Putelat und Alice Abgrall von Les Frères Ibarboure.
Aufstrebende Namen und neue Kategorien
Auf der Shortlist für Grand de Demain de l'Année stehen Martin Isabal von Ithurria und Marie Gricourt, die ihr eigenes Restaurant in Orléans führt, während unter den Nominierten für Directeur de Salle de l'Année Olivier Bikao vom Le Meurice in Paris zu finden ist. Gault&Millau kündigte dieses Jahr zudem drei weitere, bislang kaum erläuterte Trophäen an, für Speisekarten- und Grafikdesign, Innenarchitektur und Architektur sowie Champagnerflaschendesign, neben etablierten Kategorien wie Sommelierwettbewerben in anderen Teilen der Branche. Die vollständige Gewinnerliste, und etwaige Überraschungen unter den Nominierten, stehen erst bei der Zeremonie im Louvre im kommenden Monat fest.
Quellen
- Yonder ·
- Gault&Millau ·


