Subway Blueprint wird ab Januar 2027 zum Standard in EMEA
Bestellterminals, Frühstück, Kaffee und eine Abendkarte ab 18 Uhr: Mit dem neuen Format will die Kette sich in der Region in fünf Jahren fast verdoppeln. Ausgangszahl und Kosten nennt die Mitteilung nicht.

Subway Blueprint, das Restaurantformat, das die Sandwichkette am 8. Oktober in Amsterdam vorgestellt hat, wird ab dem 1. Januar 2027 zum Standard für jedes neue Restaurant und jeden Umbau in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Das Unternehmen erklärt, es wolle seine Präsenz in der Region innerhalb von fünf Jahren fast verdoppeln.
Wie viele Restaurants das sind, steht in der Pressemitteilung nicht. Sie nennt weder die aktuelle Zahl der Standorte in EMEA noch ein Ziel noch eine Investitionssumme, und eine Fußnote ergänzt, dass die Region in diesem Fall auch Indien, Pakistan und Sri Lanka umfasst. Das britische Branchenmedium Restaurant Online beziffert das Ziel auf 10.000 Restaurants, was auf heute rund 5.000 schließen ließe. Weltweit zählt Subway nach eigenen Angaben mehr als 35.000 Restaurants, die alle Franchisenehmern gehören und von ihnen betrieben werden.
Subway Blueprint betrifft drei Dinge: den Laden, die Stunden, in denen er verkauft, und die Werbung, eine Kampagne mit dem Titel Get Your Own Way, die bereits läuft. Die ersten Restaurants nach diesem Format haben in diesem Sommer in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich eröffnet. Das Pressefoto von Subway zeigt eines am Bahnhof Amsterdam Amstel, und die Franchisenehmer, die das Unternehmen zitiert, sitzen in Amsterdam und in Walton-on-Thames in der Grafschaft Surrey.
Ein Plan, sich fast zu verdoppeln, ist ohne Ausgangszahl eine Richtung und noch kein Ziel.
Was Subway Blueprint im Laden verändert
Die Theke bleibt. Daneben kommen Selbstbestellterminals, ein Bildschirm, der anzeigt, wann eine Bestellung fertig ist, und ein gekennzeichneter Abholpunkt; Bestellungen gehen außerdem über die App und über Lieferdienste ein. Laut dem Frage-und-Antwort-Papier von Subway selbst sind die Terminals, die digitalen Menütafeln und die Küchenbildschirme miteinander verbunden.
Der zweite Teil ist die Uhr. Am Morgen gibt es ein Frühstückssortiment und Kaffee aus 100 % Arabica-Bohnen. Eine Grab-&-Go-Karte mit Mahlzeiten, die sofort zum Mitnehmen bereitstehen, ist für Bahnhöfe und andere Verkehrsknotenpunkte gedacht. Ab 18 Uhr wird in einem Test, der in den Niederlanden unter dem Namen Subway After Dark läuft, das Licht wärmer, Musik und Dienstkleidung wechseln, und die Menütafeln schalten auf Mac ’n’ Cheese, Footlong-Pizzen und belegte Waffelpommes um. After Dark und Grab & Go sollen an weiteren Standorten „je nach Standort und lokaler Nachfrage“ eingeführt werden, und das ist kein Datum.
Wer die Umbauten bezahlt, bleibt offen
Tracy Gehlan, Präsidentin von Subway EMEA, sagt, das Format bedeute für Franchisenehmer „eine stärkere Wirtschaftlichkeit der Restaurants“. Als Beleg dient ein einzelner Betreiber: Didar Singh, der vier Restaurants führt und angibt, der durchschnittliche Bon sei in seinem Blueprint-Standort in Walton-on-Thames gestiegen. Eine Prozentzahl wird nicht genannt. Das Unternehmen sagt auch nicht, was eine Umrüstung auf Subway Blueprint kostet oder wie die Rechnung zwischen dem Franchisegeber und den Eigentümern der Läden aufgeteilt wird.
Das Wachstum selbst wird über Master-Franchise-Verträge festgeschrieben. Am 22. September unterzeichnete Subway einen solchen Vertrag mit Emerging Bites aus Wien über 300 Restaurants in Österreich, Ungarn, der Slowakei, Slowenien und Tschechien innerhalb von zehn Jahren, die sechste Vereinbarung dieser Art in EMEA in weniger als 18 Monaten. Andere amerikanische Ketten gehen auf dieselbe Weise in europäische Märkte: Taco Bell eröffnet in Deutschland über zwei Franchisegruppen.
Solange Subway keine Ausgangszahl veröffentlicht, lässt sich „fast verdoppeln“ nicht überprüfen. Das erste Datum, bei dem das möglich ist, ist der 1. Januar 2027.


