Erste CHEF:IN Awards ehren deutsche Köchinnen in Hamburg
Nur rund 4% von Deutschlands besternten Köchen sind Frauen. Die erste Zeremonie in Hamburg benennt Nominierte in sieben Kategorien, von der Küchenchefin bis zur Sommelière.

Die ersten CHEF:IN Awards werden am 14. September im Foodlab Hamburg verliehen, mit Nominierten in sieben Kategorien, die vollständig um Frauen in der deutschen Spitzengastronomie gebaut sind.
Die Türen öffnen um 17.30 Uhr mit einem Aperitif, die Show beginnt um 18 Uhr, moderiert von Muschda Sherzada. Die Plattform hinter den Awards, CHEF:IN, hat die Shortlists aus einer breiteren Watch List von 27 Namen gebildet, die Küchenchefinnen, Sommelières, Barfrauen und Gastgeberinnen umfasst, zum ersten Mal blickt die Liste über den Herd hinaus.
Der Ausgangspunkt der Organisatorinnen ist eine Lücke, keine Feier: Nur rund 4% von Deutschlands besternten Köchen sind Frauen. Die Gründerinnen von CHEF:IN beschreiben die Awards als eine Art, dieses Ungleichgewicht sichtbar zu machen, statt darauf zu warten, dass Guides es von selbst korrigieren.
Nur 4% von Deutschlands besternten Köchen sind Frauen. Die Awards sollen diese Zahl unübersehbar machen.
Wer für Chef of the Year antritt
Die Hauptkategorie, Chef of the Year präsentiert von Transgourmet Cook, listet fünf Namen: Alina Meissner-Bebrout, Julia A. Leitner, Nathalie Leblond, Rosina Ostler und Sarah Hallmann. Leitner leitet die Küche von Coda in Berlin, Ostler die von Alois in München, beides Adressen mit Michelin-Stern.
Eine unabhängige Jury unter Vorsitz von Anja Wasserbäch wählte die Nominierten in allen sieben Kategorien aus, gestützt auf Restaurantbesuche und Empfehlungen aus der Branche statt auf offene Bewerbungen.
Eine Watch List, die weiterleben soll
Die breitere CHEF:IN Watch List mit 27 Namen ist darauf angelegt, die Zeremonie zu überdauern: Guide-Redaktionen und Veranstalterinnen haben frühere Fassungen der Liste bereits als Quelle für eigene Auswahlen genutzt, und die Plattform erwartet dasselbe in diesem Jahr. Die Pariser Gault&Millau-Gala vergab ihre Haupttrophäe diesen Monat an La Table du 11, eine Erinnerung daran, dass die meisten Guides noch immer Köchin für Köchin statt nach Kategorien arbeiten.
Der Preis kommt zudem neben breiteren Daten zur Belastung des Berufs: Eine diesen Monat veröffentlichte Umfrage ergab, dass 65% der Gastronomie-Führungskräfte den Job selbst als größten Druck auf die psychische Gesundheit nennen. Die Organisatorinnen von CHEF:IN sagen, Sichtbarkeit und Arbeitsbedingungen seien verwandte Fragen, keine getrennten.
Die Gewinnerinnen werden am Abend bekanntgegeben; CHEF:IN hat nicht gesagt, ob im Anschluss Wertungen oder Jurynotizen veröffentlicht werden.
Quellen
- Restaurant Ranking · 2026-09-08
- AHGZ · 2026-09-08
- INTERNORGA · 2026-09-05


