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Koreanischer Sternekoch eröffnet Restaurant in Paris

Mingoo Kang, Südkoreas einziger Drei-Sterne-Koch, bringt fermentierte Saucen und eine Makgeolli-Bar in ein historisches Hotel am Place Vendôme, gestaltet von Hugo Toro.

Goldene und glasierte Stücke koreanisches Brathähnchen serviert mit Salat und eingelegtem Gemüse
Foto · Photo: Luis Becerra Fotógrafo · Pexels · Pexels License

Der koreanische Sternekoch Mingoo Kang hat am 17. September SEOK im Park Hyatt Paris-Vendôme eröffnet, sein erstes Restaurant in Frankreich.

Koreanischer Sternekoch eröffnet in Paris

SEOK liegt in der Rue de la Paix 5, im Erdgeschossbereich des Hotels, den der Künstler-Architekt Hugo Toro neu gestaltet hat. Der Raum verbindet eine offene Küche mit einer Bar, die Makgeolli und Cocktails auf Hwayo-Basis ausschenkt, und öffnet sechs Abende pro Woche, dienstags bis sonntags, von 17.30 bis 22.00 Uhr.

Seouls einzige Drei-Sterne-Küche hat jetzt auch eine Pariser Adresse.

Im Zentrum der Karte stehen doppelt frittiertes koreanisches Brathähnchen und Hauptgerichte auf Basis von Jang, der Familie fermentierter Saucen mit Ganjang, Doenjang und Gochujang. Jedes Hauptgericht kommt mit drei Banchan, den kleinen saisonalen Beilagen, die zu einem koreanischen Tisch gehören. Das Geschirr ist von koreanischen Kunsthandwerkern gefertigt, der private Raum bietet Platz für zehn Gäste.

Das Restaurant beschreibt sein Konzept laut eigenen Angaben als Verbindung traditioneller koreanischer Fermentationstechniken mit französischen Zutaten. SEOK ist ausschließlich für Erwachsene zugänglich und markiert die erste Pariser Eröffnung dieses koreanischen Sternekochs, nach Hansik Goo in Hongkong.

Drei Sterne, erkocht in Seoul

Kang baute seinen Ruf im Restaurant Mingles im Seouler Viertel Cheongdam-dong auf, wo er seit 2014 kocht. Der Guide Michelin Seoul & Busan beförderte Mingles 2019 zu zwei Sternen und hielt diese Bewertung fünf Jahre lang, bevor er es in der Ausgabe 2025 auf drei Sterne hob – damit ist es Südkoreas einziges Drei-Sterne-Restaurant.

Jene Ausgabe von 2025, die zehn Jahre Michelin im Land markierte, brachte einen Rekord von zehn neuen oder beförderten Sterne-Restaurants und erhöhte Koreas Gesamtzahl auf 46. Der Schritt dieses koreanischen Sternekochs nach Paris reiht sich in jene Welle koreanischer Köche ein, die Küchen im Ausland erproben.

Paris bietet Vergleichsstoff. Erst diesen Monat eröffnete Lucas Carton in Paris neu mit Cyril Lignac am Herd, Teil einer breiteren Neuordnung unter den traditionsreichen Adressen der Stadt in diesem Herbst. Seoul hält selbst Schritt, mit Gerichten von Banchan bis Jjigae, beschrieben in der Übersicht was man in Seoul essen sollte.

SEOK nimmt nur Reservierungen zum Abendessen an, sechs Abende pro Woche. Ob die drei Sterne von Mingles diesem koreanischen Sternekoch über zwei Kontinente hinweg folgen oder ob Paris SEOK nach eigenen Maßstäben beurteilt, ist offen.

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