Gordon Ramsay Restaurants knackt 100 Millionen Pfund Umsatz
Die 34 britischen Restaurants des Kochs setzten 2025 100,7 Millionen Pfund um und erzielten ein Rekord-Ebitda, doch das britische Geschäft schrieb weiter einen operativen Verlust von 5,8 Millionen.

Gordon Ramsay Restaurants, das britische Restaurantunternehmen des Starkochs, hat im Geschäftsjahr bis zum 28. Dezember 2025 einen Umsatz von 100,7 Millionen Pfund erzielt, 3 Prozent mehr als die 97,8 Millionen Pfund des Vorjahres. Das geht aus dem jüngsten Jahresabschluss hervor, über den City AM, die Nachrichtenagentur PA und das Fachportal Restaurant Online am 2. Oktober berichteten.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 4 Prozent von 8,2 auf 8,5 Millionen Pfund, nach Angaben des Unternehmens ein Rekordwert. Das operative Ergebnis erzählt allerdings eine andere Geschichte: Die 34 britischen Restaurants schrieben weiterhin einen operativen Verlust von 5,8 Millionen Pfund, wenn auch einen kleineren als die 7,3 Millionen Pfund im Jahr zuvor, wie City AM berichtete.
Das weltweite Geschäft, Gordon Ramsay Restaurants Global, entstand im Februar 2025, als Ramsay seine britischen und US-amerikanischen Aktivitäten zusammenlegte. Es setzte mit 102 Standorten 151,8 Millionen Pfund um, das Ebitda wuchs um 12 Prozent auf gut 14 Millionen Pfund. Ramsay und die Londoner Beteiligungsgesellschaft Lion Capital halten jeweils die Hälfte.
Oben ein Rekord-Ebitda, unten ein operativer Verlust: Der Turm rechnet sich, der Rest kostet noch.
22 Bishopsgate trägt Gordon Ramsay Restaurants
Vorstandschef Andy Wenlock sprach von einem „unglaublichen Jahr“ und nannte 22 Bishopsgate, das Hochhaus in der Londoner City mit inzwischen fünf Betrieben der Gruppe, den „stärksten Standort“. Dort eröffnete im Februar 2025 Lucky Cat; im selben Gebäude befinden sich außerdem das Gourmetrestaurant Restaurant Gordon Ramsay HIGH und eine Kochschule. Im Mai 2026 kam eine Bread Street Kitchen & Bar hinzu, das hundertste Restaurant der Gruppe. Laut PA liegt der Umsatz im Gebäude seit Jahresbeginn bei mehr als dem Doppelten des Vorjahreszeitraums.
Einen Teil der zusätzlichen Reservierungen, vor allem bei Lucky Cat, führt das Unternehmen außerdem auf die Netflix-Dokumentation Being Gordon Ramsay zurück, die im Februar erschien. Der Turm liegt nur wenige Gehminuten von mehreren Adressen auf unserer Liste der besten Restaurants in London entfernt, von denen allerdings keines auf eine Fernsehserie angewiesen ist.
Rekord-Ebitda, aber kein operativer Gewinn
Ein Rekord-Ebitda neben einem operativen Verlust ist in diesem Herbst eine vertraute Kombination in den Abschlüssen Londoner Restaurantgruppen, wie auch die jüngsten Zahlen von Farmer J gezeigt haben. Das Ebitda lässt die Abschreibungen außen vor, und die lasten auf Gordon Ramsay Restaurants, nachdem große Standorte wie der in Bishopsgate aufwendig ausgebaut wurden.
Die Gruppe hält neun Michelin-Sterne, drei davon im Restaurant Gordon Ramsay in Chelsea. Das künftige Wachstum soll laut PA weniger über eigene Standorte kommen als über Franchise- und Lizenzpartner, ein Modell, das Gebühren einbringt, ohne dass das Unternehmen die Rechnungen für den Ausbau der Räume selbst bezahlen muss.


