Nobu Singapore macht Belkacem Boubekeur zum Executive Chef
Der algerisch-französische Koch kommt von Nobu Dubai, wo er im Atlantis The Royal eine 45-köpfige Brigade leitete, um die japanisch-peruanische Küche im Four Seasons Hotel Singapore zu führen.

Nobu Singapore hat einen neuen Executive Chef. Belkacem Boubekeur übernimmt diesen Monat die Küche im Four Seasons Hotel Singapore, er kommt von Nobu Dubai im Atlantis The Royal.
Boubekeur wurde in Ténès, Algerien, geboren und wuchs im Südwesten Frankreichs auf. Er bringt mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Luxushotellerie mit, den Großteil davon innerhalb der Nobu-Gruppe.
Er begann bei Nobu Monaco im Fairmont Monte Carlo, wo sein Team Events wie die Hochzeit von Fürst Albert II. ausrichtete. Danach wechselte er zu Nobu Dubai ins Atlantis The Royal, wo er zum Chef de Cuisine aufstieg und eine Küche mit 45 Köchen leitete.
Drei Nobu-Küchen später klingt Geduld weniger nach Ratschlag als nach Autobiografie.
Von den Küchen Monacos an den Golf
Dieser Weg über drei Nobu-Standorte gibt ihm praktisches Wissen über das japanisch-peruanische Repertoire der Gruppe und ihre Logistik, vom Fischeinkauf am Golf bis zur Führung einer Brigade im Hotelmaßstab. Four Seasons Singapore erklärt, er werde mit Fokus auf die Ausbildung jüngerer Köche führen, eine Priorität, die die Gruppe auch bei anderen jüngeren Nobu-Ernennungen betont hat.
Seine eigene Küche bewahrt einen französischen roten Faden. Ente nach Art Südwestfrankreichs bleibt ein fester Posten auf seinen Karten, und er nennt Foie gras als das erste Gericht, das er professionell zubereitet hat. Auf die Frage, welches Nobu-Gericht ihn am besten repräsentiert, wählte er Tiradito, das dünn geschnittene rohe Fischgericht mit Zitrus-Chili-Sauce, das den japanisch-peruanischen Kern der Marke bildet.
Nobu Singapore eröffnete 2021 im Four Seasons am Orchard Boulevard, eines von mehr als 40 Nobu-Restaurants weltweit. Die Marke expandiert auch dieses Jahr weiter, mit Plänen für ein Nobu-Hotel mit 50 Zimmern in San Juan, Puerto Rico.
Ein dichtes Feld für japanische Spitzenküche
Die Ernennung fällt in eine Zeit, in der sich das gehobene japanische Angebot in Singapur weiter füllt: Koch Takeshi Araki eröffnete dieses Jahr das kleinere Ao, und Waku Ghin ergänzte eine Theke für vier Gäste mit einem Menü für die frühe Stunde. Boubekeurs Aufgabe besteht weniger darin, etwas Neues zu eröffnen, als eine jahrzehntealte Küche gegenüber neuen Ankömmlingen aktuell zu halten.
Er hat einen Ratschlag für Köche am Anfang ihrer Karriere, wiederholt in Nobu Singapores eigener Ankündigung: geduldig sein, von erfahreneren Kollegen lernen und sich stetig verbessern. Das klingt nach Standardfloskel aus der Pressemitteilung, beschreibt aber auch seine eigenen zwei Jahrzehnte innerhalb einer einzigen Restaurantgruppe, drei Stationen weiter, bevor er in Singapur ankam.


