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Feta-Preis in Griechenland steigt um bis zu 2 Euro je Kilo

Die Schafpocken haben Griechenland rund 500.000 Tiere und 80.000 Tonnen Milch gekostet. Der Feta-Branchenverband erwartet binnen zwei Monaten 15 bis 16 statt 12 bis 13 Euro je Kilo.

Weiße Feta-Würfel aufgehäuft in einer quadratischen Holzschale auf einem dunklen Tisch
Foto · Photo: Patrick · Pexels · Pexels License

Der Feta-Preis in griechischen Geschäften steuert binnen zwei Monaten auf 15 bis 16 Euro je Kilo zu, nach heute 12 bis 13 Euro, sagt Michalis Sarantis, Präsident der Nationalen Branchenorganisation für Feta (EDOF).

Sarantis äußerte die Prognose am 24. September in einem Interview mit ERTnews, dem Nachrichtenkanal des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Allein der teurere Rohstoff verteuere jedes Kilo Käse um 1 bis 1,50 Euro, sagte er, im Regal könne der Aufschlag sich 2 Euro nähern, je nach Marke, Qualität und danach, ob der Feta abgepackt oder lose aus dem Fass verkauft wird.

Der Druck beginnt im Stall. Schafhalter verlangen 15 bis 25 Cent mehr je Kilo Milch als im Vorjahr, und für ein Kilo Feta braucht es rund vier Liter Milch.

Feta lässt sich nicht mit Kuhmilch strecken, die verlorenen Herden landen direkt im Preis.

Warum der Feta-Preis gerade jetzt steigt

In etwa zwei Jahren sind nach Angaben der EDOF knapp 500.000 Tiere, vor allem Schafe, an Schaf- und Ziegenpocken verendet oder gekeult worden. Griechenland hat dadurch rund 80.000 Tonnen Schafmilch verloren. Sarantis erwartet, dass die Feta-Produktion von etwa 140.000 Tonnen im Jahr auf etwa 120.000 Tonnen sinkt, ein Rückgang um rund 14 Prozent.

Feta ist seit 2002 eine geschützte Ursprungsbezeichnung und muss überwiegend aus griechischer Schafmilch hergestellt werden, der Anteil an Ziegenmilch ist auf 30 Prozent begrenzt. Die Käsereien können die Lücke also nicht mit Kuhmilch oder importiertem Bruch schließen, ohne den Namen aufzugeben. Proto Thema berichtete am 21. September, die Herden bräuchten mindestens zwei Jahre, um wieder die Größe von vor der Seuche zu erreichen.

Der Export nimmt drei Viertel des Käses

Rund 75 Prozent des griechischen Feta gehen ins Ausland, 25 Prozent bleiben im Land, und die Ausfuhren wachsen weiter um 6 bis 7 Prozent im Jahr. Für den griechischen Markt bleibt so ein kleinerer Anteil einer kleineren Menge. Sarantis versicherte bei ERTnews, die Versorgung der griechischen Verbraucher sei über langfristige Verträge zwischen Käsereien und Handel gesichert, fügte aber hinzu, er könne nicht vorhersagen, wie Supermärkte und Hersteller ihre Preise gestalten. Wenige Tage zuvor hatte Proto Thema ihn mit der Warnung zitiert, die Vorräte reichten womöglich nicht bis Ende 2026.

Der Handel beobachtet bereits, dass ein Teil der Kundschaft auf günstigere weiße Salzlakenkäse ausweicht, berichtete dieselbe Zeitung. Produkte aus Kuhmilch seien nicht betroffen, sagte Sarantis, einige könnten sogar billiger werden.

Es ist in diesem Monat das zweite griechische Grundnahrungsmittel mit Schlagzeilen, nachdem sich der Preis für griechisches Olivenöl zum Erntebeginn halbiert hat. Wer im Herbst gebackene Feigen mit Feta und Honig plant, sollte damit rechnen, dass der Käse der teure Teil ist, nicht die Feigen.

Quellen

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