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Marcos Granda eröffnet im Februar Paula de Marcos in Málaga

Der Sommelier mit sechs Michelin-Sternen übernimmt die Fläche am Muelle Uno, die José Carlos García im September verlassen hat. Geplant sind Tapas, Wein aus Málaga im Glas und zehn Stunden Küche am Tag.

Promenade mit Palmen und Restaurantterrassen am Muelle Uno im Hafen von Málaga bei Sonnenuntergang
Archivbild · Photo: Viktar Palstsiuk · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Marcos Granda, der Sommelier und Gastronom, dessen Restaurants zusammen sechs Michelin-Sterne halten, eröffnet am 15. Februar 2027 das Paula de Marcos am Muelle Uno in Málaga, wie er am 6. Oktober der Zeitung El Español sagte. Es ist das erste Restaurant seiner Gruppe in der Stadt, und es ist ausdrücklich kein Haus der Spitzenküche.

Der Standort ist die 1.000 Quadratmeter große Fläche am Hafen, die im September frei wurde, neben der Kapelle und dem Fischrestaurant Godoy, wie Sur in English schreibt. Der vorherige Mieter war dort 15 Jahre lang tätig: José Carlos García ist mit seinem Sternerestaurant ins Café de París umgezogen, das im Viertel La Malagueta liegt. Sur berichtete Anfang Oktober von Bauarbeiten an der Fassade, als Marcos Granda sich dazu noch nicht äußern wollte. Die Ankündigung folgte wenige Tage später über den Radiosender Onda Cero und El Español.

Der Name ist der seiner Tochter Paula, die 18 Jahre alt ist. Das Vorbild ist laut beiden Medien eine Hotellobby: ein Raum, in den man zu jeder Stunde hineingehen kann, und kein Restaurant mit zwei festen Sitzungen. In El Español nennt er das Projekt „die Lobby der Stadt“.

Sechs Michelin-Sterne anderswo, und in Málaga eine Theke, an der ein Bier mit Tapa genügt.

Was Marcos Granda am Muelle Uno plant

Die Küche soll durchgehend von 12:00 bis 22:00 Uhr arbeiten, an sieben Tagen in der Woche. Auf der Karte stehen Tapas, Gerichte zum Teilen und Wurstwaren aus Ronda, bei einem Durchschnittsbon von 40 bis 45 Euro pro Person, wie El Español berichtet, dazu die Möglichkeit, an der Theke nur ein Bier mit einer Tapa zu nehmen. Beim Wein will er nach eigenen Worten versuchen, 80 bis 90 Prozent der Weingüter aus Málaga glasweise anzubieten.

Rund 20 Personen sollen dort arbeiten, sie kommen aus dem Personal, das bereits zur Gruppe gehört. Vorgesehen sind außerdem eine große Terrasse, ein Bereich für Veranstaltungen und Livemusik von Künstlern aus der Stadt. Die Innenarchitektur stammt von Paco Lago, das Markenbild von Narita Comunicación, beide aus Málaga. Ein Küchenchef wurde bisher nicht genannt, auch die Zahl der Plätze und die Höhe der Investition sind nicht bekannt.

Sechs Sterne, keiner davon in diesem Raum

Die Sterne verteilen sich auf fünf Restaurants: Skina (zwei) und Nintai (einer) in Marbella, Clos und Toki in Madrid (je einer) sowie Marcos in Gijón (einer). Bis zu diesem Jahr hatte er einen weiteren mit dem Ayalga in Ribadesella, einem Projekt, aus dem er inzwischen ausgestiegen ist, wie Sur anmerkt. Das Paula de Marcos ist das sechste Restaurant der Gruppe und ihre erste Eröffnung seit vier Jahren, so El Español.

Es ist nicht sein erster Versuch in der Stadt. Vor drei Jahren plante er das In-Formal in der Gourmet Experience des Kaufhauses El Corte Inglés, und dieses Vorhaben kam nicht zustande, erinnert Sur.

„Ich bin Kellner“, sagt Marcos Granda zu El Español, und der Service soll das Verkaufsargument sein. Die offene Frage ist eine Rechenaufgabe: Eine Gruppe, die auf Sternerestaurants aufgebaut ist, muss 1.000 Quadratmeter zehn Stunden am Tag füllen, bei 45 Euro pro Kopf. Zuerst kommt der Umbau, und für ihn bleiben vier Monate.

Quellen

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