Osoba Ni-Hachi: Jackie Lin bringt Soba aus Yamagata nach Toronto
Der Küchenchef des mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Shoushin wechselt zum Buchweizen: Nudeln aus Yamagata, tiefgekühlt verschickt, mittags Soba-Sets und abends eine Izakaya mit Omakase.

Osoba Ni-Hachi, ein Soba-Restaurant von Jackie Lin, Küchenchef und Inhaber der mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Sushi-Theke Shoushin, zieht in die Cumberland Street 154 im Torontoer Viertel Yorkville, berichtete blogTO am 24. September. Lin kündigte das Projekt in einem Video auf dem Instagram-Konto von Shoushin an; die Eröffnung ist für diesen Herbst geplant, ein Datum gibt es noch nicht.
Shoushin serviert seit 2015 Edomae-Sushi nahe der Kreuzung von Yonge und Lawrence und hat zwei Tage vor der Ankündigung seinen Stern im Guide Michelin Toronto 2026 behalten, als eines von 14 Restaurants mit einem Stern in einer Auswahl mit nur einer Zwei-Sterne-Adresse. Das neue Projekt tauscht rohen Fisch gegen Buchweizen.
Woher die Soba von Osoba Ni-Hachi kommt
Tiefgekühlte Nudeln aus Yamagata lösen den Nachschub; Torontos Appetit auf Buchweizen ist die offene Frage.
Schon der Name beschreibt die Methode. Ni-hachi bedeutet auf Japanisch zwei-acht und steht für das klassische Verhältnis von 20 Prozent Weizenmehl zu 80 Prozent Buchweizen, seit Jahrhunderten die Formel hinter den meisten Soba, erklärte Toronto Life.
Lin wird die Nudeln nicht im Restaurant herstellen. Laut Toronto Life arbeitet er mit einem Soba-Hersteller in Yamagata zusammen, der das Handwerk in zweiter Generation betreibt; blogTO nennt die Präfektur die Soba-Hauptstadt Japans. Die frischen Nudeln werden aus Dewa Kaori gemacht, einer aromatischen, elastischen Buchweizensorte, die dort angebaut wird, und gehen tiefgekühlt nach Toronto. Neben der klassischen Mischung soll es eine Variante aus 100 Prozent Buchweizen geben, die nur für Osoba Ni-Hachi hergestellt wird.
„Es ist fast so etwas wie meine Mission, wirklich gesunde, köstliche Soba-Nudeln nach Toronto zu bringen“, sagt Lin in dem Ankündigungsvideo, das blogTO zitiert. Toronto Life sagte er, die Stadt habe noch nie ein Restaurant gehabt, das sich ganz der Soba widmet; die Idee sei nach einer Reise nach Yamagata entstanden.
Mittags Soba-Sets, abends Izakaya
Das Konzept läuft in zwei Schichten. Mittags baut die Karte auf Soba-Sets auf; abends wird der Gastraum zu einer Izakaya rund um Soba, mit À-la-carte-Gerichten und einem Omakase-Menü, berichtete Toronto Life. blogTO ergänzt, dass die Soba in zwei Stilen kommen soll, beide aus der Nudelkultur von Yamagata abgeleitet, und dass Lin einen Partner für das Projekt hat. Preise, Zahl der Plätze und Öffnungszeiten sind noch nicht veröffentlicht.
Die Adresse liegt nur wenige Straßen von der Yorkville Avenue entfernt, wo Aburi Hana Anfang des Monats mit einer neuen Küchenchefin wiedereröffnet hat, mit einer offeneren À-la-carte-Karte. Die japanische Küche im Viertel entfernt sich damit vom einzigen, langen Degustationsmenü.
Der Weg über die tiefgekühlte Nudel beantwortet die naheliegende Frage nach dem Nachschub: Dewa Kaori ist eine Kultur aus Yamagata, nicht aus Ontario. Offen bleibt für den Herbst, ob die Gäste in Toronto einer Schale Buchweizen dieselbe Aufmerksamkeit schenken wie einer Sushi-Theke. Davon hängt ab, ob aus dem Projekt eines Sternekochs ein Alltagslokal wird.
Quellen
- blogTO — Michelin-starred Toronto sushi chef is opening a new noodle shop ·
- Toronto Life — Toronto is getting its first restaurant dedicated entirely to soba ·
- What Now Toronto — Chef Jackie Lin opening Osoba Ni-Hachi in Toronto ·
- MICHELIN Guide — Every MICHELIN-starred restaurant in Toronto & Region for 2026 ·


