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Personalbedarf im Gastgewerbe in Italien: Tourismus vorn

Beherbergung, Gastronomie und Tourismus planen im Oktober rund 94.500 Einstellungen, und Restaurantpersonal ist erneut der gefragteste Beruf des Landes.

Zwei Köche in blauen Schürzen arbeiten am Pass einer offenen Restaurantküche
Foto · Photo: cottonbro studio · Pexels · Pexels License

Der Personalbedarf im Gastgewerbe in Italien führt im Oktober die Nachfrage am Arbeitsmarkt an: Betriebe aus Beherbergung, Gastronomie und Tourismus planen in diesem Monat rund 94.500 Einstellungen und damit mehr als jede andere Branche, wie aus dem Excelsior-Bulletin hervorgeht, das Unioncamere und das Arbeitsministerium am 19. Oktober veröffentlicht haben.

Über die gesamte Wirtschaft hinweg planen italienische Unternehmen im Oktober 539.080 Einstellungen, 3,7 Prozent mehr als im Oktober 2025, und 1.345.020 im Quartal von Oktober bis Dezember. Für die Erhebung, auf der die Zahlen beruhen, wurden zwischen dem 1. und dem 16. September knapp 96.700 Unternehmen befragt.

Der gefragteste Beruf ist genau der, der jedem Wirt fehlt: Betreiber und Beschäftigte in der Gastronomie, die statistische Gruppe, zu der Kellner, Köche und Barkeeper zählen. Die Unternehmen wollen im Oktober 77.750 von ihnen einstellen, nach 66.790 im September-Bulletin. Dieselbe Gruppe wächst im Vergleich zum Oktober des Vorjahres auch am stärksten unter allen Dienstleistungsberufen.

Der gesuchteste Arbeitnehmer Italiens bleibt in diesem Herbst derjenige, der die Teller trägt.

Wo sich der Personalbedarf im Gastgewerbe in Italien bündelt

Restaurantpersonal, Verkaufskräfte (48.320) sowie ungelernte Kräfte für Zustellung und Warentransport (34.570) machen zusammen rund 30 Prozent aller geplanten Einstellungen aus. Auf die Dienstleistungen entfallen 65,3 Prozent der Nachfrage des Monats, auf die Industrie einschließlich Bau 26,1 Prozent und auf die Landwirtschaft 8,6 Prozent. Beherbergung und Gastronomie zählen neben der Landwirtschaft und den Unterstützungsdiensten für Unternehmen zu den am schnellsten wachsenden Branchen, auch wenn das Bulletin dafür keinen Prozentwert nennt.

Latium, die Region um Rom, liegt mit 58.540 geplanten Einstellungen über alle Branchen hinweg auf Platz zwei hinter der Lombardei, 4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die römische Gastronomie, von den Carbonara-Tresen aus unserem Ratgeber was essen in Rom bis zu den Hotelrestaurants, schöpft aus genau diesem Reservoir.

Schwer zu finden und meist befristet

Die Arbeitgeber rechnen damit, dass sich 43,6 Prozent der Stellen im Oktober nur schwer besetzen lassen, etwas weniger als die 44,1 Prozent im September. In 25,6 Prozent der Fälle fehlt es an Bewerbern, in 13,6 Prozent an ausreichender Qualifikation. Eine eigene Quote schwer besetzbarer Stellen für das Restaurantpersonal weist das landesweite Bulletin nicht aus.

Die angebotenen Verträge erklären einen Teil der Lücke. Nur 21,8 Prozent der geplanten Einstellungen sind unbefristet oder Ausbildungsverträge, 78,2 Prozent sind befristet oder anderweitig zeitlich begrenzt. Für 64,3 Prozent der Stellen wird einschlägige Berufserfahrung verlangt, 30 Prozent richten sich an Menschen unter 30 Jahren und 23,6 Prozent an ausländische Arbeitskräfte.

Italien ist dabei kein Einzelfall: Auch in Spanien lag das Gastgewerbe in der Einstellungsprognose zum Jahresende vor allen anderen Branchen. Das November-Bulletin wird zeigen, ob die italienischen Restaurants ihren Vorsprung halten, wenn die Saison der herbstlichen Städtereisen abklingt. Vorerst bleibt der gesuchteste Arbeitnehmer Italiens derjenige, der die Teller trägt.

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