Côte Basque belebt einen 70 Jahre alten Melbourne-Raum
Andrew McConnells baskisch inspirierter Grill hat im früheren Becco eröffnet und bewahrt den Terrazzoboden eines Lokals an der Crossley Street mit drei Restaurants seit 1954.

Koch Andrew McConnell hat Côte Basque eröffnet, einen von der baskischen Küste inspirierten Grill, in der Crossley Street 25 im Zentrum von Melbourne, einem Speiseraum mit 70 Jahren Restaurantgeschichte.
Es ist McConnells erstes neues Restaurant seit Gimlet, jener Adresse, die seine Trader-House-Gruppe neben Cutler & Co und Cumulus mitprägte. Die Adresse selbst beherbergte seit 1954 drei Restaurants, als die Brüder Leo und Vildo Pellegrini dort ein italienisches Café eröffneten. Nino Pangrazio und der verstorbene Sisto Malaspina kauften das Geschäft 1974, dann übernahm Becco 1996 den Raum und blieb fast drei Jahrzehnte, bis es 2024 schloss. McConnells Trader House, das er mit seiner Partnerin Jo McGann führt, sicherte sich kurz darauf den Mietvertrag.
Ein historischer Raum bekommt einen baskischen Akzent
Der Speiseraum hat eine schöne Seele, die seine Geschichte widerspiegelt, sagt McConnell über die Becco-Adresse.
„Einer der wichtigsten historischen Restaurantstandorte der Stadt", nannte McConnell ihn bei der Ankündigung des Mietvertrags und fügte hinzu, der Speiseraum „habe eine schöne Seele, die seine Geschichte widerspiegelt". Das Design bewahrt den grünen Terrazzoboden, den gestuften Speiseraum und die Fenster auf Straßenniveau, die Stammgäste mit Becco verbanden, statt den Raum komplett zu entkernen.
Verändert hat sich die Küche. Ein Holzkohlegrill und ein Holzofen bilden nun das Zentrum der Karte, aufgebaut um eine Rindfleischsorte, die McConnell seit Langem entwickelt: eine Kreuzung aus David Blackmores Wagyu und der galicischen Rasse Rubia Gallega, einen Monat lang trocken gereift, bevor sie auf den Grill kommt.
Ein Raum für 100 Gäste, gebaut ums Feuer
Côte Basque bietet drinnen 100 Sitzplätze, dazu mehr Platz draußen und einen privaten Raum im Obergeschoss. Die Bar folgt derselben Küstenreferenz wie die Küche, mit einem Porto Tonico aus weißem Portwein, Calvados und Tonic neben einem hauseigenen Wodka-Martini, abgerundet mit Lustau-Vermut.
Das Restaurant landete innerhalb weniger Wochen nach der Eröffnung auf Broadsheets Hot List, ein schnelles Urteil für einen Raum, der jahrzehntelang unter einem Namen lief, bevor Trader House ihn übernahm. Es reiht sich ein in ein starkes Eröffnungsjahr für Melbourne, zu dem auch die neue Filiale von Petit Crenn an der Collins Street zählt. Für eine Adresse, die seit den 1950er-Jahren nur dreimal den Besitzer wechselte, trägt Côte Basque nun das Gewicht des Weiterführens, nicht nur des Eröffnens.
Quellen
- Broadsheet Melbourne · 2026-08-10
- Melbourne Food and Wine Festival · 2026-08
- Hospitality Magazine · 2025-12


