Elezar eröffnet in einer Kirchenkrypta in Mayfair
Misha Zelmans osteuropäische Chophouse übernimmt eine Krypta am Hanover Square, die binnen eines Jahres zwei Restaurants schließen sah, mit Ganztier-Verarbeitung und Gerichten ab 28 Pfund.

Elezar, eine neue osteuropäisch inspirierte Chophouse des Gastronomen Misha Zelman, hat diesen Monat in der ehemaligen Krypta der St George's Church am Hanover Square in Mayfair eröffnet.
Die Adresse 2A Mill Street hat eine bewegte jüngere Geschichte. Der Birmingham-Koch Brad Carter sollte dort ursprünglich eröffnen, stieg aber rund sechs Monate vor dem geplanten Start aus. Stattdessen zog Aldo Zillis Undercroft ein, das Anfang dieses Jahres eröffnete und im vergangenen Sommer nach weniger als sechs Monaten still wieder schloss.
Elezar übernimmt eine glücklose Krypta
Ich will, dass Elezar ein Restaurant wird, zu dem Gäste gerne zurückkehren und das sie weiterempfehlen.
Zelman, der sich selbst "mehr als 30 Jahre in Steakhäusern und im Fleischgeschäft" zuschreibt und angibt, zuvor Burger & Lobster mitgegründet zu haben, hat die Karte um Einlegen, Fermentieren, Pökeln und die Verarbeitung ganzer Tiere herum aufgebaut. Die Zakuski, offene Roggenbrote, kommen mit Hering, Schweinebacke, Sardelle oder Kaviar, gefolgt von Pierogi und Makrelentatar.
Die Hauptgerichte kosten 28 Pfund und umfassen Thunfisch-Ribeye am Knochen, ein Dingley-Dell-Schweinekotelett mit geräucherter Pastinake sowie Denver- und Picanha-Cuts, mit teurerem Ribeye und T-Bone als Tagesspezialitäten. Sauerkraut, Hasselback-Kartoffeln und Tomatensalat füllen die Beilagen, und in der Mitte des Speisesaals stehen Fleischkühlschränke mit ganzen, trocken gereiften Rindern.
Küchenchef Erik Miotto, zuvor bei Cycene und Akoko, hat ukrainische Familienwurzeln. Berater-Koch David Bury bringt polnisches Erbe mit, und Weinchef Merlin Ramos, der bei Humo und Town gearbeitet hat, hat eine sechsteilige Weinkarte zusammengestellt, die von einem Erzeuger wie Kamil Barczentewicz bis zu Balkanweinen und französischem Claret vom Fass reicht.
Ein Versprechen fairer Preise
"Ich will, dass Elezar ein Restaurant wird, zu dem Gäste gerne zurückkehren und das sie weiterempfehlen", sagte Zelman. Den Einkauf ganzer Tiere stellt er als Weg zu "fairen Preisen" dar, nicht als Spielerei des Kochs.
Der Name leitet sich vom hebräischen Eleazar ab, was "Gott hat geholfen" bedeutet – ein passender Satz für einen Raum, der innerhalb eines Jahres bereits zwei vorherige Restaurants verschlungen hat. Zum Vergleich: die eigenen Zahlen der Steakhouse-Kette Hawksmoor.
Ob Elezar länger durchhält als die sechs Monate von Undercroft, hängt weniger von der Cocktailkarte der Krypta ab als davon, ob Mayfair eine Chophouse auf einem Kirchenboden will. Die Woche brachte auch Florence Knights Lunette, diese Woche andernorts in London eröffnet.


