Gabriel Waterhouse eröffnet Waterhouse an der Columbia Road
Der Nachfolger von The Water House Project hat 24 Plätze in einer viktorianischen Werkstatt an der Columbia Road, ein nordenglisches Menü mit 11 Gängen für 125 Pfund und eine neue Weinbar.

Gabriel Waterhouse kocht jetzt unter seinem eigenen Nachnamen: Waterhouse, der Nachfolger von The Water House Project, serviert 24 Gästen in der Ezra Street 7A, direkt neben dem Blumenmarkt an der Columbia Road im Osten Londons, ein Degustationsmenü für 125 Pfund. Das Fachmagazin Restaurant widmete der Eröffnung am 25. September ein ausführliches Porträt.
Der Koch führt das Haus gemeinsam mit seiner Frau Patricia Wakaimba. Der Speisesaal öffnete im August, laut The Caterer am 6. August, im September kam eine Weinbar hinzu. Das Gebäude ist eine restaurierte viktorianische Werkstatt mit offener Küche, Eichenmöbeln, die Waterhouse selbst entworfen hat, und einem Innenhofgarten, dessen Hochbeete Kräuter und Blumen für die Küche liefern.
Das Restaurant liegt nur wenige Gehminuten von einer anderen neuen Adresse im Londoner Osten entfernt, der zweiten Syrian Kitchen von Imad Alarnab in Shoreditch.
Der Supper Club aus der Wohnung hat jetzt eine Bar, die Gäste ohne Reservierung aufnimmt.
Gabriel Waterhouse kocht den Nordosten Englands
Das Abendessen umfasst 11 Gänge für 125 Pfund, eine Weinbegleitung kostet auf Wunsch 75 Pfund, wie The Nudge schreibt; mittags gibt es ein kürzeres Menü mit acht Gängen. Abends ist von Donnerstag bis Sonntag geöffnet, mittags von Freitag bis Sonntag. Die Karte greift auf Northumberland zurück, wo Waterhouse aufgewachsen ist, und auf Schottland und die nördliche Küste: eine Lindisfarne-Auster mit Jalapeño-Creme und Gurkengranita, Jakobsmuschel mit Perry und mit Koji fermentierter Gerste, geräucherter Schellfisch mit Muschelporridge.
Singing Hinnies, die Pfannkuchen aus Northumberland, kommen mit einer Creme aus Laphroaig und Lavendel; zum Dessert gibt es ein Parfait aus karamellisierter Sahne mit Birne und Kiefer. Zu den Lieferanten gehören von Tauchern von Hand geerntete Jakobsmuscheln, mit Reusen gefangener Hummer und Herdwick-Lamm aus dem Lake District, berichtete Hot Dinners. An der Bar bekommen Gäste ohne Reservierung kleine Gerichte wie Crumpets mit Räucherhering sowie Austern.
Von der Wohnung in die viktorianische Werkstatt
The Water House Project begann als Supper Club an zwei Abenden pro Woche in der Wohnung von Waterhouse und wurde dann zu einem Restaurant am Kanal in der Corbridge Crescent in Bethnal Green, vermarktet als geselliges Fine Dining. Es lief fünf Jahre lang und schloss in diesem Sommer, als der Mietvertrag endete. Waterhouse begann mit 23 Jahren professionell zu kochen, bei Herbert Berger in der Innholders Hall und bei den Brüdern Galvin im Galvin La Chapelle, danach absolvierte er Stagen im Lyle's, im The Clove Club, im The Ritz und im Le Manoir aux Quat'Saisons.
Er hat erzählt, dass ihn das Backsteingebäude an eine verfallene Wassermühle erinnerte, die sein Vater in Northumberland restauriert hatte, berichtete Restaurant. Das neue Haus behält das eine Degustationsmenü bei und ergänzt es um eine Bar, in der man auch ohne Reservierung Platz findet. Es reiht sich ein in eine Serie von Londoner Eröffnungen, die auf Produkte vom Hof und aus der Region setzen, etwa Nettle, das Dachrestaurant von Will Devlin in Covent Garden.
Die Rechnung ist knapp. Vierundzwanzig Plätze, vier Abendessen und drei Mittagessen pro Woche lassen wenig Spielraum, und die Bar ist der Teil des Hauses, der die Lücken füllen muss.


