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One Bryant Park eröffnet, Kappo Sono zieht mit ein

Ein neues japanisches Restaurant hat die frühere Fläche von Charlie Palmer Steak in Midtown übernommen, aufgebaut um ein achtgängiges Kaiseki-Menü und zwei kleinere Restaurants darin.

Elegant gedeckter Fine-Dining-Tisch mit kleinen Gourmetgerichten und Weingläsern
Foto · Photo: Szymon Shields · Pexels · Pexels License

One Bryant Park, ein neues japanisches Restaurant mit einem achtgängigen Kaiseki-Menü, eröffnete am 15. Oktober in der 135 West 42nd Street in Midtown Manhattan, im Bank of America Tower. Gastronom KwangHo Lee entwickelte das Konzept, Küchenchef Tadaaki Ishizaki leitet die Küche. Die rund 930 Quadratmeter große Fläche über zwei Ebenen beherbergte zuvor Charlie Palmer Steak.

Der Hauptgastraum bietet etwa 60 Plätze und folgt einem Menü, das sich an Japans 72 Mikrojahreszeiten orientiert – dem traditionellen Kalender, der das Jahr in kurze, konkrete Zeitfenster einteilt, benannt nach natürlichen Veränderungen statt festen Daten. Die Gerichte wechseln entsprechend, dazu kommt eine Karte für Gäste, die weniger Gänge möchten.

Innenarchitekt Osamu Tsuchiya, Gründer von Studio Canall, baute den Raum um das Konzept Komorebi auf, das japanische Wort für Sonnenlicht, das durch Blätter fällt. Eine gewölbte Eichenholzdecke und eine Bocci-Leuchte in Wurzel- und Astform tragen diese Idee in den Raum. Die Bar verbindet in Naguri-Technik bearbeitetes Holz mit Details einer Teestube, eine Mischung aus japanischem Handwerk und einem eher westlichen Bar-Layout.

Drei Gasträume, eine Küche, eine Adresse: One Bryant Park setzt darauf, dass Gäste alle drei buchen.

Ein Kaiseki-Menü auf Basis von Mikrojahreszeiten

Kaiseki-Küche lebt von Abfolge und Zurückhaltung: kleine, präzise Gänge, die der Saison folgen, statt auf ein einzelnes Schaugericht zu setzen. Das Menü an 72 Mikrojahreszeiten statt an vier grobe Jahreszeiten zu binden, zwingt die Küche zu kleineren, häufigeren Wechseln, als es die meisten New Yorker Degustationsmenüs versuchen.

Dieser Ansatz bringt One Bryant Park näher an die jüngste Eröffnung von Sushi Kaiseki Okuno im Nationalmuseum Tokio heran als an die bereits bestehenden japanischen Fine-Dining-Adressen der Stadt, die meist das ganze Jahr über ein einziges Format fahren.

Zwei Restaurants in einem

Das Gebäude beherbergt mehr als nur den Hauptgastraum. Kappo Sono, eine Kaiseki-Theke mit 10 Plätzen, zuvor nahe Union Square, ist in den Komplex umgezogen, und eine separate, ähnlich kleine Omakase-Theke stammt vom Koch hinter Kosaka. Beide laufen über eigene Reservierungen, nicht als Erweiterung der Hauptkarte.

Drei unterschiedliche Restaurantformate unter einem Mietvertrag zu stapeln, ist selbst für den dichten Gastronomie-Immobilienmarkt Manhattans ungewöhnlich und setzt ein einziges Küchenteam unter Druck, drei verschiedene Services aus einem Gebäude zu stemmen.

Der Abschnitt von Midtown rund um den Bryant Park erlebte diesen Monat eine Serie von Eröffnungen, darunter Croft Alleys erster New Yorker Standort in SoHo, während Betreiber um Gäste konkurrieren, die in nahe Büros zurückkehren. Ob ein 930 Quadratmeter großer japanischer Komplex in dieser Lage ein stabiles Wochentagspublikum findet, lässt sich nach einer einzigen Eröffnungswoche noch nicht beantworten.

Quellen

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